Tourismus in Schöneck: "Auf hohem Niveau am Limit"

Skiwelt-Geschäftsführer Michael Hecht über ein kleines Minus 2018, die Zukunft und die laufende Wintersaison

1,46 Millionen Übernachtungen wurden im Vorjahr im Vogtland gezählt. Jede achte davon in Schöneck. Der Ort ist damit neben den Kur- und Reha-Schwergewichten Bad Elster und Bad Brambach wichtigster Tourismusort im Vogtland. Für die Ski- und Bikewelt ist Michael Hecht verantwortlich. Tino Beyer hat ihm einige Fragen gestellt.

Freie Presse: Herr Hecht, wie sind Sie mit dem Jahr 2018 zufrieden?

Michael Hecht: Betrachtet man rein die touristischen Übernachtungen, also ohne die Betten in den Vorsorge-und Rehakliniken von Bad Brambach, Bad Elster und Falkenstein, ist Schöneck der übernachtungsstärkste Ort und damit Tourismusort Nummer 1 im Vogtland. Mit der vorhandenen Betriebsstruktur und Bettenanzahl in Schöneck liegen wir auf einem hohen Niveau am Limit. 3,6 Tage durchschnittliche Aufenthaltsdauer sind zudem Spitzenwert im Vogtland und sprechen für das aktuelle Infrastrukturangebot in Schöneck und Umgebung.

Worauf führen Sie das kleine Minus zurück?

Das kleine Minus von 1,2 Prozent bei den Übernachtungen lässt sich nicht auf ein Ereignis zurückführen, was es 2017 gab und 2018 nicht. Wie immer spielen viele Faktoren eine Rolle. Kommen beispielsweise weniger Busgruppen als 2017, weil der Reiseanbieter mal ein Jahr mit Schöneck aussetzt, wirkt sich das direkt auf die Statistik aus. Ebenso wenn Feiertage wie zum Beispiel Ostern 2017 noch Mitte April und damit wetterstabiler lagen als der 1./2. April 2018, als wir hier in Schöneck erst Skisaison-Ende hatten. Sicher - und das unterstreichen die Zahlen von an Badegewässern liegenden Orten - hat die sehr lang anhaltende Trockenheit und Hitze die Menschen in Urlaubsunterkünfte an Badeseen und Talsperren gelockt und das hat uns in Schöneck definitiv auch Urlaubsgäste gekostet. Insofern gibt es verschiedene Ursachen, aus denen sich das kleine Minus bei Ankünften und Übernachtungen zusammengekleckert hat.

Ein Blick in die Zukunft?

Wir schauen optimistisch in die Zukunft, hat Schöneck doch mit dem Hotel Tannenhaus ein Beherbergungsangebot im vergleichbaren 4-Sterne-Segment mit integriertem Restaurant vorzuweisen, was sich jetzt schon zum Geheimtipp entwickelt hat. Gleiches gilt für die Bergheim-Containerlofts, deren Übernachtungen aufgrund der Bettenanzahl bis 10 zwar nicht in der amtlichen Statistik auftauchen, jedoch Schöneck durch die Berichterstattung in Print und TV imagefördernd unterstützen. Auf Ende 2019 soll die neue Jugendherberge mit gut 140 Betten öffnen, das wird ebenso die Nachfrage nach Urlaub in Schöneck weiter fördern. Die DLT GmbH als Betreiber der Skiwelt und Bikewelt Schöneck setzt zusammen mit der Stadt und Partnern alles daran, in den nächsten Jahren Infrastrukturprojekte auf den Weg zu bringen, damit Schöneck für jeden Tagesausflügler und Übernachtungsgast 365 Tage im Jahr zum Reisanlass wird.

Wie läuft es aktuell in der Wintersaison? Sie dürften ein breites Grinsen im Gesicht haben..

Das hatten wir vor allem im Dezember und Januar. Der Februar läuft gut, das Hotel ist voll, wenngleich die Frühlingsmeldungen nicht zwingend förderlich sind für einen Wintersportort. Da geht das Thema Winter dann langsam raus. Aber wir haben hier in Schöneck noch richtigen Winter. Die Stadt ist weiß, Pisten und Loipen sind in einem hervorragenden Zustand.

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