"Trockentraining" für Jäger

Beim ersten Tag der offenen Tür haben etliche Gäste aus dem Vogtland und Erzgebirge das Laserschießkino in Kottengrün besucht.

Kottengrün.

Acht Monate sind seit der Eröffnung des Laserschießkinos im Kottengrüner Forstunternehmen Pöhler GmbH vergangen. Am Samstagnachmittag veranstalteten Jens Pöhler und seine Mitarbeiter einen ersten Tag der offenen Tür - mit Erfolg. "Der Zuspruch war gemessen an der schönen Wetterlage zufriedenstellend", sagte der Inhaber. "Vor allem waren Leute hier, die ein ernsthaftes Interesse daran haben." Nicht nur Vogtländer testeten ihr Können im Umgang mit nachgebauten oder entschärften Waffen. Auch Erzgebirger machten von dieser Gelegenheit Gebrauch.

In punkto Motive hat der Kinogast die Wahl zwischen Schweine- und Entenjagd, stehendem Bock, Bewegungsjagd und Tontaubenschießen. Außerdem gibt es so genannte Fun-Programme wie Dosenschießen. "Das ist ein gutes Trockentraining für Jäger, ersetzt aber keinen scharfen Schuss", erklärte Jens Pöhler. Normalerweise steht die Einrichtung nur nach Vorbestellung zur Verfügung. Genutzt wird sie für Privat- und Betriebsfeiern, Dienstberatungen, aber auch von Schützen, Jägern und Familien. "Minderjährige dürfen nur in Begleitung ihrer Erziehungsberechtigten mit den Waffen umgehen", betonte Pöhler. Angeschafft hat er jeweils eine Pistole und Kurzwaffe sowie vier Langwaffen. Bis auf eine entschärfte Jagdwaffe handelt es sich dabei um Nachbauten der Originale.


Ein- bis zweimal im Jahr will das Forstunternehmen einen Tag der offenen Tür im Laserschießkino anbieten. Für die Allgemeinheit aufgesperrt wird außerdem bei Kottengrüner Eimbergmärkten, die Pöhler in Kooperation mit der Kulturellen Interessengemeinschaft Landleben Werda (KIG) organisiert. Weitere Gelegenheiten bieten sich während hauseigener Weihnachtsmärkte. "Es hat sich insgesamt sehr gut entwickelt. Und von Gästen kommt positive Resonanz, weil es das so in der Art kein zweites Mal im Vogtland gibt", sagte Jens Pöhler. In vier Monaten Bauzeit entstand aus dem ehemaligen Lager ein Schießkino mit rustikalen Tischen, Bänken und Bar aus Tannenholz. Bei Bedarf spendet ein Holzofen Wärme.

Ursprünglich hatte Jens Pöhler anderes mit den Räumen vor: Der Schießstand sollte ausschließlich Schützen und Jägern als Trainingsstätte dienen. "Bei der tatsächlichen Gestaltung haben wir uns dann dafür entschieden, dass es mehr in Richtung Erlebnisgastronomie geht", erzählte der Firmeninhaber. Ein Raum dient als Küche. Dort ist ein Profi am Werk. "Hier wird alles gekocht, auch Wild. Und wenn nach dem Abendbrot in der Regel Langeweile aufkommt, können die Gäste schießen", sagte Jens Pöhler. Oder als Alternative Dart spielen.

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