Umbau von Brache in Auerbach startet und wird erneut teurer

Aus dem alten Industriebau an der Beegerstraße 2 wird ein soziokulturelles Zentrum. In zwei Wochen beginnen die Arbeiten. Umfang: Fast eine Million Euro mehr als ursprünglich geplant.

Auerbach.

Aufträge für knapp 1,1 Millionen Euro hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung für den Umbau der Industriebrache an der Beegerstraße 2 in Auerbach freigegeben. Laut Bauamtsleiter Patrick Zschiesche beginnt dieser am 12. Oktober. Ende 2021 soll er abgeschlossen sein.

Gerüst, Entkernung, Baumeisterarbeiten; Stahl- und Trockenbau sowie Heizung, Lüftung, Sanitär; Aufzug und Starkstrom: Insgesamt acht Gewerke wurden mit den Auftragsvergaben fixiert. Laut Baubeschluss rechnete die Stadtverwaltung zuletzt mit Kosten von 2,1 Millionen Euro für das gesamte Projekt inklusive Ankauf der Brache.

Nach den aktuellen Vergaben und den Prognosen für die noch auszuschreibenden Lose zeichnet sich nach den Angaben von Bauamtsleiter Zschiesche jetzt eine Steigerung auf 2,4 Millionen Euro ab. Zschiesche verweist dabei auf "die nach wie vor gute Lage bei den Hochbaugewerken", die sich angesichts von Konjunktur- und Fördermittelprogrammen auch nicht ändern werde.

So liegen einige der ausgelösten Aufträge deutlich über den Kostenberechnungen des Architekturbüros. Der Umfang der Baumeisterarbeiten beispielsweise war mit 157.000 Euro geplant. Tatsächlich kostet die Leistung der beauftragten Zwickauer Firma 274.000 Euro, was rund 70 Prozent mehr als geplant bedeutet. Zwar fallen einige Positionen auch günstiger aus, in der Summe bleibt aber bis jetzt ein Plus von über 100.000 Euro.

Ursprünglich waren 1,5 Millionen Euro für das gesamte Projekt kalkuliert worden. Bereits vor einem Dreivierteljahr hatte die Stadtverwaltung diese Summe auf rund zwei Millionen Euro nach oben korrigiert.

Die seit Jahren leerstehende Produktionsanlage soll künftig auf vier Etagen als neue Adresse für Kultur und Freizeit dienen. Geplant sind: ein Indoorspielplatz im Erdgeschoss und eine Veranstaltungsebene im ersten Obergeschoss. Darüber sollen voraussichtlich der Billardverein einziehen und zuoberst Vereins- und Büroräume geschaffen werden.

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