Umstrittene Fläche: Wer bekommt das Filetstück?

Auerbach: Diakonie und Awo wieder im Rennen um Schützenhaus-Areal

Auerbach.

Am Montag soll der Auerbacher Stadtrat zum dritten Mal entscheiden, an wen das Schützenhaus-Areal verkauft wird. Abermals sind es die beiden ortsansässigen Sozialbetriebe Diakonie und Awo, die als Bewerber dabei konkurrieren. Diesmal sei allein der Preis für das 3000 Quadratmeter gr0ße Areal entscheidend, hatte die Stadtverwaltung im Vorfeld kommuniziert. Dabei räumte sie beiden Bietern laut Beschlussvorlage die Möglichkeit ein, nachzubessern. Als Mindestgebot hatte die Kommune 104.000 Euro gesetzt. Seit einer Woche stehen die definitiven, aber noch geheimen Gebote fest. Spricht sich der Stadtrat grundsätzlich für den Verkauf aus, muss dem Meistbietenden der Zuschlag erteilt werden.

Bei den beiden ersten Versuchen die Brachfläche zu verkaufen, waren Verwaltung und Stadtrat im vergangenen Jahr wegen ihres undurchsichtigen Auswahlverfahrens gescheitert. Am Ende bescheinigte das Landgericht in Zwickau dem Auerbacher OB, dass er willkürlich und intransparent vorgegangen war. Es schien von vornherein klar zu sein, dass die Awo den Zuschlag erhalten sollte. Die Diakonie ließ sich das nicht bieten und erwirkte per Richterspruch die Aufhebung des zweiten Stadtratsbeschlusses. Den allerersten Verkaufsbeschluss hatte das Gremium nichtöffentlich gefasst. Hier schritt schon die Kommunalaufsicht ein, weshalb das Prozedere öffentlich wiederholt werden musste. Aber auch da unterliefen der Verwaltung offensichtliche Formfehler, die das Gros der Stadträte ignorierte.

Bei der ersten Ausschreibung waren auch Konzepte für die Entwicklung des Areals angefordert worden. Die Awo warb mit Betreutem Wohnen, die Diakonie mit einem Restaurant als Integrationsunternehmen. Bei der Auswahl spielten die Konzepte fast keine Rolle mehr. Diesmal verzichtete die Stadtverwaltung gänzlich auf die Vorlage von Projektskizzen.

Der Stadtrat Auerbach tagt am Montag im Rathaus. Achtung: Der öffentliche Teil beginnt diesmal erst 19 Uhr. Zuvor, ab 17 Uhr, berät das Gremium nichtöffentlich.

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