Unfallschwerpunkt neu beschildert

Nur zwei Wochen hat es nach Anordnung des Verkehrsamtes gedauert, neue Verkehrszeichen an der A-72-Anschlussstelle Treuen aufzustellen. Ab sofort gilt dort Tempo 50 - und mehr Aufmerksamkeit für Radfahrer.

Treuen.

Das ging schnell: Ende Juni war die verkehrsrechtliche Anordnung erlassen worden, am gestrigen Mittwoch wurden die neuen Verkehrszeichen am Unfallschwerpunkt Staatsstraße 299/A-72-Anschlussstelle Treuen montiert. Damit gilt zwischen Kreisel Goldene Höhe und Einmündung Zum Bahndamm (Abzweig Gewerbegebiet/ Goldbeck) Tempo 50. Bislang konnten Kraftfahrer den rund 800 Meter lange Straßenabschnitt mit 70 km/h passieren. Außerdem wurden Gefahrenzeichen montiert, die zur Rücksichtnahme gegenüber Radfahrern auffordern.

Der Straßenabschnitt gilt als Unfallschwerpunkt - wegen der Unfälle im Bereich der Autobahnzufahrten, aber auch, weil die Brücke über die A 72 weder einen Fußweg hat noch über eine Radspur verfügt.


Die Bürgerinitiative Radnetz Treba fordert seit ihrer Gründung im März eine sichere Querung der Autobahn für Radler und Fußgänger. Auch Bewohner der Goldenen Höhe und Pfaffengrüner Ortschaftsräte drängen seit Jahren darauf.

Mit der Neubeschilderung können die Aktivisten um BI-Initiator Michael Meisel und viele Pfaffengrüner einen ersten Erfolg verbuchen. Mehrfach hatten sie versucht, Politiker in Stadt, Vogtlandkreis und Freistaat sowie die entsprechenden Behörden für ihr Anliegen eines sicheren Fuß- und Radweges zwischen dem Stadtgebiet und der Ortschaft zu sensibilisieren.

Den letzten Schub gab es Mitte Juni. Bei einem Treffen im für Verkehr zuständigen Wirtschaftsministerium in Dresden hatten Vertreter der Stadt und der BI Landespolitik und Behörden ihr Anliegen deutlich gemacht. Bereits danach zeichnete sich ab, dass die von den Behörden lange abgelehnte Temporeduzierung als kurzfristige Lösung eine Chance erhalten soll.

Denn das langfristige Ziel in Treuen ist: Mehr Radwege, besonders an der viel befahrenen Staatsstraße, sowie eine sichere Querung der Autobahn für Fußgänger und Radler - wenn nicht anders möglich, dann als neue Brücke. Aber bis die steht, dauert es definitiv länger.

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