Urlaubszoff in Dubai: Reiseanbieter bleibt hart

FTI weist Vorwürfe der Vogtländer zurück und hält sie für unbegründet

München/Auerbach.

Der Reisenanbieter FTI sieht "keinen Spielraum" dafür, den acht enttäuschten Dubai-Urlaubern aus dem Vogtland eine höhere Entschädigung anzubieten. Wie berichtet, waren sie im Mai ausgerechnet während des Ramadans in das Emirat gereist und mussten unter anderem feststellen, das rund um ihr Hotel gebaut wurde und am Strand weder Sonnenschirme noch Liegen vorhanden waren. Zudem sei einer Vogtländerin mit Polizei und Abschiebung gedroht worden, weil sie in der Hotellobby einen Schluck Wasser trinken wollte. Der Grund: Während des Ramadan ist der Genuss von Speisen und Getränken in der Öffentlichkeit untersagt.

FTI schreibt auf Anfrage: "Die Zufriedenheit unserer Kunden ist uns sehr wichtig. Gerne hätten wir schon vor Ort geholfen und hatten die Organisation eines Umzugs in ein Hotel in anderer Umgebung angeboten, was jedoch nicht angenommen wurde." Die Agentur habe bestätigt, dass die nächste Baustelle über rund 400 Meter entfernt gewesen sei: "Die Beeinträchtigung ist insofern als äußerst gering zu bewerten und mit einer Minderung von zehn Prozent gedeckt."

Weitere, von den Kunden gelistete "und teils nur sehr vage gehaltene Mängel" halte man für unbegründet. Auf die fehlende Infrastruktur am Strand geht FTI nicht ein, immerhin will man die Abfahrtszeiten des Shuttle-Busses überprüfen. "Die Auswahl des Frühstücks ist eine subjektive Bewertung - von anderen Kunden haben wir hierzu keine Beanstandungen angetragen bekommen." Und Informationen zum Thema Ramadan könnten die Kunden vorab im Orientkatalog nachlesen. Hier weise man darauf hin, dass Gäste in öffentlichen Bereichen nichts zu sich nehmen oder rauchen dürfen und dass teilweise kein Alkohol ausgeschenkt wird. "Wie genau die Kultur des Ramadan im einzelnen Hotel gelebt und die Gäste mit einbezogen werden, ist von Haus zu Haus unterschiedlich."

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