Vermittler helfen Vogtlandnetz verstehen

Seit drei Wochen tourt das Infomobil vom Verkehrsverbund durchs Vogtland. Manche Frage kann die Besatzung klären, doch vor allem die Anregungen der Fahrgäste sind wichtig.

Treuen/Auerbach.

Eigentlich sind Heidemaria Schlosser und ihr Mann meistens mit dem eigenen Auto unterwegs. "Aber dieses Jahr mussten wir beide mehrmals in Krankenhaus. Da waren wir auf den Bus angewiesen", berichtet die Treuenerin am Infomobil auf dem Markt. Dort hat sich die Seniorin am Freitag mit Fahrplänen eingedeckt - und sicherheitshalber ein paar Verbindungen ins Klinikum Obergöltzsch und nach Plauen ins Vogtlandklinikum ausdrucken lassen.

"Hier im Treuener Land ist es vor allem der Wegfall der Linie V 6 von Reichenbach über Lengenfeld und Treuen nach Plauen, der beklagt wird", berichtet Marco Lukat vom Verkehrsverbund Vogtland (VVV), der das Infomobil mit einer Kollegin betreut. Die meisten Fahrgäste ließen sich von den Alternativen durchaus überzeugen, doch weil diese meist einen Umstieg in die Vogtlandbahn beinhalten, bleibe bei vielen Skepsis, so die Erfahrung des Mannes vom VVV.

Auch Simone Matschkewitz hat das Infomobil genutzt, um sich zu vergewissern, dass mit dem Plusbus/Linie 80 (Treuen-Rotschau) in Reichenbach wichtige Züge auf der Sachsenmagistrale erreicht werden - wenn es keine Verspätungen gibt. Denn dann gerät der Fahrplan mit seinem eng geknüpften Liniennetzes aus Plus-, Takt- und Rufbussen aus dem Takt.

"Bei unseren ersten Stationen, noch vor Start des neuen Vogtlandnetzes 2019+, drehten sich die Fragen am Infomobil vor allem um Grundsätzliches: Was verbirgt sich hinter den Bezeichnungen, was ist neu, was fällt weg", berichtet Projektleiter Lukat. Als das VVV-Infomobil das zweiten Mal anrollte, hatten die meisten Besucher schon Erfahrungen mit dem neuen Netz gemacht. "Wir erhalten Rücklauf in Form von Kritik, aber auch Hinweise und Verbesserungsvorschläge." Fahrplan und Netz seien nicht in Stein gemeißelt. "Wo es sinnvoll ist, wird es Änderungen geben", heißt es immer wieder am Infomobil.

Zumal vor zwei Wochen erst der eine Teil des neuen Vogtlandnetzes startete: Ab Montag kommt der Schulbusverkehr dazu, ebenfalls nach einem neuen Fahrplan. Dass diese Busse allen Fahrgästen zur Verfügung stehen, war in Treuen nicht jedem bekannt. Auch das Rufbus-Angebot muss immer wieder erklärt werden - gerade in Treuen, wo keine Stadtbusse verkehren.

Informationen zum Vogtlandnetz 2019+ mit seinen Bausteinen, Linien sowie Fahrpreisen gibt es am Servicetelefon der Tourismus und Verkehrszentrale unter 03744 19449.

www.vogtlandauskunft.de

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