Viel Schnee, aber kein Chaos

Anhaltender Schneefall sorgt in der gesamten Region für Behinderungen. Lkw stellten sich quer und verursachten Staus, Bahnstrecken mussten gesperrt werden. Aus den Rathäusern gab es Lob für die Bauhöfe - und nicht nur für diese.

Auerbach.

Schneehöhen von bis zu 30 Zentimeter über Nacht wie in Grünbach oder Wildenau - kein Wunder, dass die winterliche Witterung trotz Ansage durch die Wetterdienste gestern vielerorts zu Verkehrsbehinderungen und Unfällen geführt hat. Nach Angaben der auch für das Vogtland zuständigen Polizeidirektion Zwickau ereigneten sich bis zum Nachmittag insgesamt 60 Unfälle. "Schwerpunkt war der Bereich des Reviers Auerbach mit 17 Unfällen" erklärte Polizeisprecher Christian Schünemann gestern Nachmittag. Glücklicherweise sei bei den Unfälle nur eine Person leicht verletzt worden. Am späten Nachmittag wurde ein Unfall mit einem Winterdienstauto auf der Staatsstraße von Auerbach Richtung Treuen gemeldet.

Die Bahnstrecke Zwickau - Falkenstein musste ebenfalls am Nachmittag wegen umgestürzter Bäume gesperrt werden. Auch bei Zwotental waren die Gleise laut Auskunft der Vogtlandbahn nicht mehr passierbar - dort wegen Schneemassen. Ein Schneepflug sollte Abhilfe schaffen. Es hätten aber nirgends Reisende in den Wagen ausharren müssen, hieß es.

Vor allem querstehende Lkw, die an Steigungen hängen blieben, sorgten für Behinderungen. Staus gab es aus diesem Grund in Treuen im Bereich Goldene Höhe sowie auf der B 169 in Rothenkirchen. Aber insgesamt habe man die Lage im Griff, so die übereinstimmende Einschätzung in den Rathäusern der Region gegenüber "Freie Presse". "Der Auerbacher Winterdienst hatte sich eingestellt und startete bereits um 3.30 Uhr seine Touren. Tagsüber sind die Mitarbeiter des Bauhofes, der fünf Subunternehmen und Hausmeisterdienste nahezu ununterbrochen im Einsatz - bis 21 Uhr", sagte Stadtsprecher Hagen Hartwig.

In Falkenstein war der Bauhof ebenfalls ununterbrochen unterwegs, um die Straßen frei zu halten. Dies gelang nach Angaben von Bürgermeister Marco Siegemund (CDU) recht gut - es seien zunächst einige Lkw an Ampeln hängen geblieben, danach habe sich die Situation entspannt. "Es ist doch alles noch im normalen vogtländischen Winterbereich, wir sind es nur nicht mehr gewöhnt", meinte er. Von den Schneemassen her sei es in anderen Jahren schon "viel, viel schlimmer" gewesen. Was dem Bürgermeister positiv auffiel: Die allermeisten Autofahrer hätten Vernunft bewiesen und sich rechtzeitig auf den lange angekündigten Dauer-Schneefall eingestellt.

Auch in Steinberg sah man die aktuelle Schneelage gestern noch entspannt. "Aber wir haben uns darauf eingerichtet, bei Bedarf am Donnerstag damit zu beginnen, Schneeberge abzufahren, wo sie zu Behinderungen führen", so Bürgermeister Andreas Gruner (CDU).

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