Vogtländer bauen Schule in Afrika

117.000 Euro will der Grünbacher Amali-Verein in eine Berufsschule investieren. Der Großteil des Geldes kommt vom Bund.

Grünbach.

Gute Nachrichten für den Verein Amali aus Grünbach: Die geplante Erweiterung einer Berufsschule in Kitokolo in Uganda/Ost- afrika wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mit 88.000 Euro gefördert. Darüber informierte gestern die CDU-Bundestagsabgeordnete Yvonne Magwas, die den Antrag unterstützt hatte.

Zusammen mit den Eigenmitteln, die die rund 40 Mitglieder des Amali-Vereins aufbringen, ist eine Investition in Höhe von 117.000 Euro möglich. Im September soll Baustart in Kitokolo sein. Einheimische Firmen werden fünf neue Klassenräume, Lehrerzimmer und -wohnungen sowie Sanitäreinrichtungen und Wasserversorgung errichten; dazu kommt ein Betriebsgebäude mit einer Maismühle. "Mit der Erweiterung verfügt unser Bildungsprojekt über mehr Platz und wir können die Ausbildung um den landwirtschaftlichen Bereich erweitern. Bislang werden in Kitokolo Maurer, Näherinnen, und Mechaniker ausgebildet", so Heide Schettler, 2. Vorsitzende des Vereins. Zurzeit absolvierten 130 junge Afrikaner eine ein- bis zweijährige Berufsausbildung in dem vom Amali-Verein unterstützen Projekt. "Die Maismühle ist uns auch wichtig, weil sie der Landbevölkerung vor Ort zugute kommt", betont Schettler. In der Region Kitokolo unterstützen die Vogtländer außerdem ein Waisenhaus und eine Krankenstation.

Magwas ermutigt die ehrenamtlich arbeitenden Vereinsmitglieder, die Entwicklungszusammenarbeit fortzuführen. "Die Schaffung besserer Lebensumstände für die Menschen vor Ort verringert die Fluchtursachen", sagt sie. Über den bereits 2017 eingereichten Fördermittelantrag von Amali konnte erst nach Verabschiedung des Bundeshaushaltes für 2018 entschieden werden. Bis Ende des Jahres hätte das Geld ausgegeben werden müssen. "Beim Umfang der Baumaßnahme wäre das bis Dezember nicht zu schaffen. Darum habe ich mich dafür eingesetzt, dass dem Verein für die Fertigstellung nun Zeit bleibt bis Ende April 2019", so Magwas.

Bereits vor zwei Jahren hatte der Amali-Verein Fördermittel für den Bau einer Grundschule in Kitokolo erhalten. Die Baumaßnahme wurde gegenüber dem Fördermittelgeber ohne Beanstandung abgerechnet. "Das war die Voraussetzung für einen erneuten Antrag", so Magwas.http://amali-ev.de

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