Vogtlandtrack und Höhenradweg: Rodewisch knüpft Radwegenetz

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Lückenschlüsse auf bestehenden Trassen, bessere Verbindungen zu Nachbarorten, neue Beschilderung - damit das Fahrrad in Alltag und Freizeit zum attraktiven Fortbewegungsmittel wird, muss Rodewisch investieren. Das Radwegekonzept soll Geldgeber überzeugen.

Rodewisch.

Im Gegensatz zu ihrem Amtsvorgänger Erhard Meier, der sich nicht für kurze Dienstwege aufs Fahrrad schwang, bevorzugt Rodewischs Bürgermeisterin Kerstin Schöniger (CDU) in ihrer Freizeit das Motorrad. Die Zeichen der Zeit hat die Stadtchefin gleichwohl erkannt: eine Radwegekonzeption soll Rodewisch der Verkehrswende ein Stück näher bringen. In der Stadtratssitzung am heutige Donnerstag steht es auf der Tagesordnung.

"Das Konzept bildet die Grundlage für bauliche Instandsetzungen sowie Neuanlage von Radwegen einschließlich der Beantragung von Fördermitteln", heißt es in der Beschlussvorlage. Klar ist: Ohne Geld läuft in puncto Radwege nichts. Was die Umsetzung der Pläne koste, dazu steht im Papier nichts.

Mit der Nord-Süd-Achse Göltzschtalradweg, der Ost-West-Achse Vogtlandtrack und dem Göltzschtal-Höhenradweg liegt Rodewisch an der Schnittstelle dreier Rad-Trassen. Die Göltzsch-Routen sind weitgehend bekannt, Nachbarort Auerbach treibt ihren Ausbau Abschnitt für Abschnitt voran. Rodewisch hat auf diesem Gebiet Nachholbedarf.

Der Vogtlandtrack - vom Tourismusverband als Verbindung zwischen Treuen und der Grenze zwischen Vogtland und Erzgebirge konzipiert - ist zudem eine Trasse, die bislang nur auf dem Papier existiert.

Was alle Wege eint: Wegen der Tallage ist die Wegeführung in Rodewisch kompliziert. Entweder müssen die Radlertrassen von Hauptverkehrsstraßen wie der B 169 entkoppelt werden. Oder aufgrund der Topografie sind teils erhebliche Steigungen zu überwinden - wie in Richtung Treuen und Erzgebirge.

Denn bessere Radwege in die Nachbarkommunen sind ein Hauptanliegen, das mit dem Konzept verfolgt wird. "Diese Vernetzung soll die Region für Radtouristen attraktiver machen, aber auch den Alltagsradverkehr unterstützen und die Ortsteile und Nachbarkommunen untereinander verbinden", bestätigt Andrea Schwalbe, die das Radwegekonzept im Rathaus betreut.

Auf dieser Linie liegt auch Steinbergs Bürgermeister Andreas Gruner (CDU-Mandat): "Für unsere Region ist der Vogtlandtrack als Verbindung ins Göltzschtal wichtig", sagt er und verweist auf eigene Radwege in Richtung Zwickau und Erzgebirge. Mit Rodewisch sei er sich einig: Die Radroute sollte durchs Tal des Wernesbaches geführt werden, parallel, aber mit Abstand zur B 169.

Noch ist der Vogtlandtrack im Sachsen-Netz Rad keine regionale, sondern nur eine lokale Route. Der Tourismusverband Vogtland und das Landesamt für Straßenbau und Verkehr werden als Partner gesehen, um eine höhere Einstufung zu erreichen, die die Chancen auf den Ausbau vergrößert. Innerhalb des Stadtgebietes will Rodewisch Radwege vor allem über Nebenstraßen wie Ufer- oder Alte Lengenfelder Straße führen und beim Ausbau von Straßen, etwa Richtung Rützengrün, neue Radweg-Abschnitte mit einplanen.

Die Radwegekonzeption der Stadt Rodewisch ist am heutigen Donnerstag Thema in der Sitzung des Stadtrates. Diese beginnt 18 Uhr im Ratskellersaal. Weitere Punkte auf der Tagesordnung: Vergaben zur Sanierung der Göltzschtalhalle, zur Planung der "Mobilitätsachse Schlossstraße" (einschließlich Brücke) und die Erweiterung des Lidl-Marktes.

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