Volksbank beanstandet Ausbildung

Auch das genossenschaftliche Unternehmen mit Sitz in Plauen bietet eine Crowdfunding-Plattform. Damit können gemein-nützige Vereine im Vogtland ihre Projekte finanzieren.

Plauen.

Der Fachkräftemangel bleibt ein Thema. Davon konnten sich die Gäste des Neujahrsempfangs der Volksbank Vogtland am Freitag in der Malzhaus-Galerie überzeugen. Denn Vorstandsmitglied Andreas Hostalka kam in seiner Ansprache auf das Thema zu sprechen. Und er beanstandete die Lehrlingsausbildung.

"Wenn wir unseren eigenen Nachwuchs rekrutieren wollen, werden dann weitere Hürden auferlegt, indem die Berufsschulklasse für Bankkaufleute von Plauen nach Chemnitz zentralisiert wird", berichtete der Banker. Das Unternehmen suche zum Ausbildungsbeginn in diesem Jahr wieder drei Auszubildende. "Und jetzt soll mir mal jemand erklären, wie ich einen Azubi aus dem vogtländischen Oberland, Bad Brambach, Bad Elster, Adorf, von den umliegenden Dörfern ganz zu schweigen, finden soll, und wie der ohne eigenes Auto, mit 16 oder 17 Jahren in die Berufsschule nach Chemnitz kommen soll", so Hostalka. Eine Stärkung des ländlichen Raumes sehe anders aus.

Drei Auszubildende hat die Bank im Moment. Insgesamt arbeiten 100 Frauen und Männer für die Volksbank Vogtland. Die konnten den Wachstumskurs der Genossenschaft 2018 beibehalten: Die Kundeneinlagen sind um 2,9 Prozent auf 664 Millionen Euro gestiegen. Bei den Krediten verzeichnet das Unternehmen ein Plus von 6,2 Prozent. Man habe die heimische Wirtschaft mit Neukrediten von zirka 57 Millionen Euro unterstützt. Der Genossenschaft gehören 9000 Mitglieder an. Das Eigenkapital beträgt mehr als zehn Millionen Euro.

Der Trend geht weiter in Richtung Online. "Im Rahmen der Digitalisierung haben wir mit unserer Online-Geschäftsstelle und einer Vielzahl von Apps unseren Kunden die Möglichkeit geboten, alle Servicetätigkeiten und Anlagemöglichkeiten rund um die Uhr durchzuführen", informierte Hostalka. Diese Angebote würden zunehmend genutzt.

Über die Internetseite der Volksbank lässt sich auch die Crowdfunding-Plattform aufrufen. Der Sportverein Turbine Bergen hat mit dieser Methode das Geld für zwei neue Kleinfeldtore aufgetrieben: 2240 Euro von 1700 als Crowdfunding-Ziel angegebenen Euro wurden eingenommen. Der Verein Klassische Musik Adorf besorgte sich 5305 Euro für ein Chorpodest, auf dem die 80 Sänger während ihrer Auftritte stehen können. Andreas Hostalka rief zu weiterer Beteiligung an dieser Plattform auf.

Am 28. August veranstaltet die Bank wieder ihren Firmenlauf. Die Zahl der Teilnehmer bleibt auf 3000 begrenzt. Anmeldestart: 1. April.

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