Wanderfalken bieten unterwegs heimatkundlichen Mehrwert

Man kann als Wanderer Kilometer sammeln oder die Umgebung erkunden - bei der Traditionstour "Links und rechts der Göltzsch" ist beides möglich.

Grünbach.

Reichlich 250 Wanderfreunde sind am Samstag von Grünbach aus auf Tour gegangen. Die VSG Rodewisch, Sektion Wandern, auch als Wanderfalken bekannt, veranstaltete die 38. Auflage der Wanderung "Rechts und links der Göltzsch" . Diesmal ging es ins Tal der zehn Mühlen am Görnitzbach. 39 Wanderer, die die mit 26 Kilometern längste Strecke gewählt hatten, passierten alle Mühlen, oder das, was von ihnen übrig geblieben ist. Für die 18-Kilometer-Tour schnürten 45 die Wanderstiefel und mehr als 100 Wanderer nahmen die 14 Kilometer in Angriff.

Reichlich Zuspruch unter den Wanderfreunden fand auch die sieben Kilometer lange Strecke zum Moorloch bei Muldenberg. Vor allem Senioren nutzen das Angebot. "Wir wandern gern hier in Grünbach, weil die Organisation prima klappt und die Strecken immer wieder Neues bieten", sagten übereinstimmende Ute und Gunter Gottberg aus Auerbach sowie Karin und Helmut Winter aus Rodewisch. Der Weg war ebenerdig und bequem begehbar. Er führte an der Loipe vorbei und teilweise durch den Wald, wo der Moosmann aus dem Tannendickicht hervorkroch.

Am ehemaligen Torfstich in Muldenberg, der heute renaturiert ist und ein Kleinod in der Natur darstellt, konnte Wanderführer Jan Hartmann Interessantes zu diesem Moor erzählen. Von 1946 bis in die 1970er-Jahre wurde dort Torf zum Heizen und Düngen, aber auch für Moorbäder in Bad Elster gestochen. Als der Betrieb eingestellt wurde, habe man das Wurzelwerk freigelegt, sandgestrahlt und als Deko in den Westen verkauft, wusste Hartmann zu berichten. Er ist Ortschronist und bietet seit über zehn Jahren im Rahmen der Wanderfalken-Wanderung Touren an, die auch heimatkundliches Wissen vermitteln.

Während die Wanderer ihre Strecken absolvierten, hatte das Organisationsteam aus etwa 50 Personen von Feuerwehr und Wanderfalken alle Hände voll zu tun. Am Feuerwehrgebäude, das Start und Ziel war, wurden die Teilnehmer registriert, Urkunden geschrieben und die Verpflegung zubereitet. Wehrleiter Michael Breitfeld und sein Vorgänger Thomas Geigenmüller standen am Grill. Die Frauen hatten Kuchen gebacken. Andere hatten die Kontrollposten an der Strecke über den Eimberg und die Verpflegungspunkte an der Muckenmühle und am Skihang Werda bezogen.

Zum Vormerken Am 2. Dezember (1. Advent) veranstalten die Wanderfalken die Wanderweihnacht. Die Tour führt ins Erzgebirge bei Stützengrün.

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