Wechsel an Polizeispitze: Gewerkschaft übt Kritik

Polizeigewerkschaft: "Offenbar ein Verschiebebahnhof"

Auerbach/Zwickau.

Vor vier Monaten wurde er ins Amt des Polizeipräsidenten für den Landkreis Zwickau und das Vogtland eingeführt, nun gibt René Demmler den Posten schon wieder ab: Zum 1. Februar wird der 49-Jährige Polizeipräsident in Leipzig. Die Gewerkschaft der Polizei kritisiert den erneuten Wechsel an der Polizeispitze. Der Bezirksgruppenvorsitzende und Zwickauer Stadtrat Bernd Rudolph (Linke) sagt: "Für die Mannschaft ist es ein Zeichen mangelnder Wertschätzung, wenn die Position an der Spitze offenbar ein Verschiebebahnhof ist."

Demmlers Nachfolger Lutz Rodig, bisher Referatsleiter im Innenministerium, wird nun der sechste Zwickauer Polizeipräsident in den vergangenen acht Jahren sein. Am 31. Mai 2013 nahm Jürgen Georgie den Hut. Auf ihn folgte Johannes Heinisch, der nach zweieinhalb Jahren in den Ruhestand wechselte. Dessen Nachfolger war 2016 der streitbare Reiner Seidlitz, der eigener Auskunft nach über die Beförderung zum Inspekteur der Polizei nicht erfreut war. Conny Stiehl schließlich trat sein Amt am 1. Mai 2017 an und ging 2020 in den Ruhestand. Mit dem darauffolgenden Wechsel von René Demmler an die Spitze des Zwickauer Polizeipräsidiums war die Erwartung verbunden, dass Kontinuität an der Spitze der Polizeidirektion einzieht. Gegenüber der "Freien Presse" wollte sich Demmler nicht äußern. (ael)

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