Weihnacht erweckt Oberes Schloss

Als eine der letzten Gemeinden in der Region hat Ellefeld am Samstag mit vielen Gästen einen Weihnachtsmarkt ausgerichtet.

Ellefeld.

Normalerweise ist das Obere Schloss in Ellefeld ein Ort der Ruhe. Am Samstag bot sich ein ganz anderes Bild. Wie an jedem vierten Adventswochenende seit sechs Jahren war es wieder Zeit für eine Schlossweihnacht. Weil die Geländegrenzen ohnehin ineinander übergehen und mehr Besucher untergebracht werden können, bezogen die Veranstalter wie üblich den benachbarten Bauhof mit ein.

Seit 2014 gibt es in Ellefeld die Schlossweihnacht. Beim Organisieren und Ausrichten arbeiten Vereine, Stadtverwaltung, die Feuerwehr und Privatpersonen Hand in Hand. Der Termin werde bewusst auf das vierte Adventswochenende gelegt, erklärte Heike Strauch-Laschewski vom Vorstand des Vereins "Wir in Ellefeld". "Weil dann andere Weihnachtsmärkte drumherum schon vorbei sind." Das Wort Weihnachtsmarkt verwendet sie gar nicht so gerne. "Wir wollten keinen weiteren. Deshalb gibt es hier nichts zu kaufen außer Essen und Trinken", sagt sie. Gemütlichkeit und gemeinschaftliches Erleben stehen im Vordergrund. Dafür sorgten wieder Feuerstellen, Live-Musik, Angebote für Kinder, eine Gulaschkanone und typische Ellefelder Leckereien.

Im Stau standen Gäste auf dem Weg zur ersten Schloss-Etage mit Weihnachts- und DDR-Ausstellung. "Bis auf einige Dinge, die noch dazugekommen sind, ist es die gleiche wie zur Kirmes", sagte Horst Teichmann von den Ellefelder Heimatfreunden. "Wir haben sie stehen gelassen, weil der Zuspruch ganz großartig ist. Die Leute kommen von überall her, sogar aus Schneeberg."

Michael Vogel, Hagen Schädlich und Jens Seidel vom Verein "Wir in Ellefeld" reichten gegen einen kleinen Obolus Schlosstaler und Ellefeld-Stoffbeutel über die Budentheke. Beides gehörte zu den Fest-Rennern. Während die Beutel nach der Tannenbaum-Party Anfang Dezember ihren zweiten Auftritt hatten, gibt es die Kekse in fünfter Generation. Ihr Rezept sei gut gehütet, sagt man in Ellefeld. Taler-Erfinder Michael Vogel: "Das ist eigentlich ein ganz normales Mürbeteigrezept." Besonders sei etwas ganz anderes. Nämlich die Tatsache, dass es sich um ein reines Männer-Werk handelt. 150 Stück holten die drei Vereinsmitglieder zwei Tage vorher aus dem Ofen. Der Erlös wird an die Gemeinde weitergereicht und für einen guten Zweck eingesetzt.

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