Wespen bauen Riesennest

35 Zentimeter hoch, fast eine halben Meter breit: Frieder Friedel staunt über ein Wespennest in seiner Gartenlaube. BUND-Mann Volkmar Ihle nennt es eine Seltenheit.

Auerbach.

Vorsichtig öffnet Frieder Friedel die Tür zur Laube. Der Holzverschlag in seinem Garten in der Auerbacher Anlage "Freundschaft" ist nicht groß, nur ein paar Geräte stehen drin. Umso größer ist im Vergleich das, was ein Wespenvolk dort seit Anfang Juni hingezimmert hat. 35 Zentimeter hoch, fast 50 Zentimeter breit und etwa 40 Zentimeter tief ist das Nest inzwischen. "Die haben gebaut und gebaut", berichtet der 71-Jährige von seinen Beobachtungen. Friedel spricht von "friedlicher Koexistenz" mit den gelb-schwarzen Tierchen in seinem Garten, vor denen viele panische Angst haben. Wichtig sei, so Friedel, dass man sich nicht hektisch und aggressiv bewegt. Er sei noch keinmal gestochen worden, versichert er. Für Volkmar Ihle, Kreis-BUND-Chef aus Ellefeld, ist ein Wespennest in dieser Größe "eine kleine Sensation". Das sei erst das zweite Nest in dieser Dimension, von dem er in den letzten Jahren in der Region gehört hat. Ihle will mit Friedel Kontakt aufnehmen und sich das Volk anschauen.

Auch Ihle sagt, ein Wespennest sollte nur im Notfall entfernt werden, und nur vom Fachmann. Laut Informationen auf der Landkreisseite stehen gewöhnliche Wespen wie Hornissen, Hummeln und Wildbienen unter Artenschutz. Anlaufstelle für den Altkreis Auerbach ist: das Amt für Umwelt Sachgebiet Naturschutz, Telefon: 03741 300 2139.

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