Winterruhe im Bad beendet

Die Wasserfreunde Reumtengrün zählten zu den rund 16.600 Helfern der diesjährigen Putzaktion. Vor Saisonstart müssen sie noch zwei Probleme lösen.

Reumtengrün.

Für das Freibad Reumtengrün ist der Winterschlaf vorbei. Wie jedes Jahr zur Frühjahrsputzaktion "Gemeinsam gehts besser" von Sternquell und Bad Brambacher krempelten am Samstag Frauen und Männer des Betreibervereins Reumtengrüner Wasserfreunde ihre Ärmel hoch. 15 Einsatzkräfte rückten dem Gelände zunächst dort zu Leibe, wo der Schuh am meisten drückte: Aus den Becken musste "Wildwasser" abgepumpt werden, und auf der Wiese hatten sich Zweige und Blättern angesammelt.

Nach dem Putzen ist das Bad noch lange nicht fit für die neue Saison. Zaun-Abschnitte müssen ausgebessert und Hecken wieder in Form gebracht werden. Das Geländer braucht neue Farbe und der Rasen teilweise frisches Grün. Nach dem Leeren der Becken ist Reinigen angesagt. Vereinstechniker Eberhard Mach schätzte den Wasserstand am Samstag auf 12.000 Kubikmeter. Außerdem soll der Sandkasten eine Nummer größer werden.

Rechtzeitig vor Eröffnung Ende Mai oder Anfang Juni muss das Team komplettiert werden. Momentan suchen die Wasserfreunde einen Schwimmmeister. "Der muss die Rettungsschwimmer-Stufe Silber haben", erklärte Vereinsoberhaupt Stefan Reuter. Als Hauptbademeister sei er Herr über drei Hilfskräfte. In der Rekord-Saison 2018 mit etwa 20.000 Gästen hatte Rebekka Heß diese Funktion ausgefüllt. Sie hat sich zum Studium verabschiedet.

Nebenher versucht der Verein, eine Finanzierungslösung für die geplante Rutsche zu finden. Sie ersetzt ein vor zwei Jahren ausgemustertes Gerät. Damit wollen die Wasserfreunde bei ihren jüngsten Gästen punkten. Die Rutsche in Schlangenform ist zweieinhalb Meter hoch und kostet mindestens 20.000 Euro. Weil solche Anschaffungen aus eigener Kraft nicht bewältigt werden können, startete der Verein 2018 eine Spendenaktion. 5000 Euro sind bislang eingegangen. Auch die Stadt gibt einen Zuschuss. "Über die Höhe entscheiden aber die Stadtverordneten", sagte Vize-Chef Michael Guld. Was noch fehlt, ist ein kostengünstiger Anbieter. Spender müssten sich trotzdem keine Sorgen um ihre Investition machen, betonte Schatzmeisterin Martina Anders: "Das Geld bleibt unangetastet."

Das Bad ist eine von 362 Spielplätzen und Anlagen, die dieses Jahr an der Putzaktion teilgenommen haben. Insgesamt wurden an beiden Tagen rund 16.600 Helfer gezählt. Der Tirpersdorfer Markus Schmutzler wurde als 150.000. Teilnehmer seit Beginn der Aktionen geehrt. Er war bei allen 14 Auflagen dabei.

Service Wer für die neue Rutsche im Freibad spenden möchte, kann sich beim Verein unter Telefon 0162 3888546 informieren.

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