Wolf im Revier? Schweine bilden Rotten

Ein Jäger hat im Raum Markneukirchen ungewöhnliche Beobachtungen gemacht. Ähnliches kennen Experten vor allem aus der Lausitz.

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2Kommentare

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    GrauerWolf
    07.01.2020

    Wissenschaft versus Jägerlatein?

    "Die Rottenstruktur ist nur schwer zu erfassen, da sie sich im Laufe des Jahres immer wieder verändert, so kommen neue Frischlinge hinzu, Überläufer (Keiler und Bachen) verlassen die Rotten, große Rotten zerfallen usw. Hinzu kommen immer wieder temporäre Teilungen.“ So führte die Professur für Forstzoologie der TU Dresden in einer wissenschaftliche Studie im Auftrag der Obersten Jagdbehörde Meck-Pomm zur Untersuchung der Raum- und Habitatnutzung des Schwarzwildes aus. (Aktuell führen Wildbiologen eine Studie zur Untersuchung der Raum- und Habitatnutzung des Schwarzwildes im Harz durch Anm.d.Red.)
    versus
    „Eine Rotte Schwarzwild von über 60 Stück Schwarzwild deuten auf einen einzelnen Wolf“

    Wer die Wehrhaftigkeit einer einzelnen Leitbache kennt glaubt wohl nicht einmal in seinen kühnsten Träumen, dass ein einzelner Wolf die Rudelbildung einer Rotte Schwarzwild maßgeblich beeinflusst. (Interaktion zwischen Beutetieren Schwarzwild/Rotwild/Rehwild und Wölfen wie von Frau Kölbel ohne eigene Recherche zitiert, wurden bis dato weder von der Professur für Forstzoologie der TU Dresden noch von den Wildbiologen des Senckenberg-Museums veröffentlicht Anm.d.Red.) Im Gegenteil bei Wölfen wurde 19,9% Nahrungsanteil von Biomasse Schwarzwild in Wolfsterritorien der Lausitz wissenschaftlich nachgewiesen, d.h. überwiegend im Anteil junge, kranke, unaufmerksame und alte Beutetiere. Schwarzwild wird vom Wolf nachhaltig ökologisch im Bestand reguliert. Der Wolf kann jedoch nur bis zu einer gewissen Beutetierdichte regulieren, er ist nur ein Teil komplexer Regulationsprozesse im Biotop Wald. Räuber-Beute-Systeme sind sehr komplexe ineinander greifende komplizierte Regulationsprozesse, auch wenn der Mensch dieses Biotop Wald massiv beeinflusst, es wirken immer diese Regulationsprozesse. 13 dieser Regulationsprozesse inklusive Effekte sind in den Lehrbüchern für Ökologie nachlesbar und werden im Studium vermittelt. Anm.d.Red.)

    Wir kennen das Verhalten von Rehwild das sich im Winterhalbjahr, der vegetationsarmen Jahreszeit die weniger Deckung bietet, zu größeren Sprüngen zusammenschließt (schließlich sehen zwölf Augen mehr wie zwei.- Anm.d.Red.) die sich jedoch wenn im späten Frühjahr alles Grün an Bäumen und Büschen prangt wieder auflösen, oder dem sogenannten Kahlwildrudel. Das Kahlwildrudel (Kahlwild = weibliches Rotwild Anm.d.Red.) besteht aus weiblichen Tieren und dem Nachwuchs. Dieses Verhalten zeigen Wildtiere jedoch auch in An- und Abwesenheit des Wolfes. (Schalenwildforschung im Wolfsgebiet der Oberlausitz Mark Nitze Professur für Forstzoologie der TU Dresden Anm.d.Red.)
    Aber wegen eines Wolfes?
    Unsere heimischen Wildtiere kennen Wölfe schon seit Jahrtausenden und besitzen effektivere Strategien zur Feindvermeidung die ebenso in der einschlägiger Fachliteratur über Ökologie beschrieben und im Studium gelehrt werden.
    Im Gegenteil, große Beutegreifer wie der Wolf sorgen für gesunde starke Stücke (Stück = Wildtier Anm.d.Red.) im Bestand und höhere Fleischgewichte und das besonders seid ihrer Rückkehr in die Jagdreviere der Lausitz. (Gerne nachles- und nachvollziehbar in der prozentualen Jagdstreckenentwicklung in der Oberlausitz Anm.d.Red.)
    Was soll also ein solch mediales Ablenkmanöver bewirken? Hohe Leserzahlen? Klar wenns um den Wolf geht immer gerne. Oder um von der subventionierten EU-Agrarpolitik abzulenken die Futter für die Schwarzkittel geradezu wie im Schlaraffenland anbietet und manchen Jäger durch unkalkulierbaren Wildschaden zum Aufgeben zwingt?
    Diese Fragen kann ich Ihnen nicht beantworten…
    Meint Ihr Grauer Wolf

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    GrauerWolf
    04.01.2020

    Ein Rückfall in längst überwunden geglaubten Journalismus, hatte sich doch die Freie Presse auf die Fahne geschrieben sachlich über den Wolf zu berichten. Meinungen haben bekanntlich keinen Inhalt Frau Kölbel, In Sachen Wolf besonders wenn Ansprechpartner aus jagdlichen Kreisen oder aus dem Kreis der Weidetierhalter zitiert werden. In bekannter Art und Weise wird in diesem Artikel wildbiologischer Unsinn an die Leser der Freien Presse vermittelt. Und Ich glaubte auch die Tageszeitung „Freie Presse“ hat einen Bildungsauftrag...
    Meint ihr Grauer Wolf