Zeit im Container für Parkschüler passé

Die L-Schule Auerbach erhält einen Neubau. Bis der steht, zieht ein Teil der Schüler ins Berufsschulzentrum Rodewisch um.

Auerbach.

Wenn sich Ende der kommenden Woche Sachsens Schüler in die Winterferien verabschieden, endet an der Parkschule Auerbach eine Ära: Rund 20 Jahre wurde ein Teil der Schüler der Lernfördereinrichtung in einem Containerbau unterrichtet. Damit ist nun endgültig Schluss. Die Klassenzimmer im Provisorium aus Fertigteilen werden geräumt, das Containergebäude bis Ende 2020 durch einen Neubau ersetzt.

Während der Bauarbeiten weichen die Schüler der Klassenstufen sechs bis zehn nach Rodewisch aus. Das dortige Berufschulzentrum an der Parkstraße, wie die Förderschule eine Einrichtung des Vogtlandkreises, bietet ausreichend Platz. Der Umzug auf Zeit soll in den Winterferien abgewickelt werden; in den folgenden Wochen wird der Containerbau geräumt und abgerissen.

"Für unsere größeren Schüler geht es ab der ersten Märzwoche in Rodewisch weiter - bis der Neubau steht und wir wieder an die Seminarstraße nach Auerbach zurückkehren können", sagt Heike Schürmann, Leiterin der Parkschule.

Nach dem Abbruch des Container-Schulhauses wird auf dem Gelände der Parkschule, die seit den 1990er-Jahren die Räumlichkeiten der früheren Landwirtschaftsschule Auerbach nutzt, ein zweigeschossiges, barrierefreies Gebäude errichtet. Das wird laut Ines Ludwig, Amtsleiterin Gebäude- und Immobilienmanagement im Landratsamt, Platz für elf Klassenzimmer und verschiedene Unterrichtsräume für naturwissenschaftliche Fächer sowie Werken, Informatik und Hauswirtschaft sowie Aufenthaltsräume bieten.

Rund 4,1 Millionen Euro will der Vogtlandkreis in den Ersatzneubau in Auerbach investieren; 2,3 Millionen Euro davon sind Fördergeld. Allein der Rohbau, der bis zum Herbst dieses Jahres an der Seminarstraße errichtet werden soll, wird rund 1,4 Millionen Euro kosten. Der Auftrag dazu wurde jüngst an eine Baufirma aus Greiz vergeben, die im April loslegen will - wenn es der vogtländische Winter zulässt.

"Die Förderschule in Auerbach soll auch zukünftig optimale Lernbedingungen bieten", sagt Amtsleiterin Ludwig. Die Investition in den Neubau sichere den Fortbestand der Schule, an der aktuell 160 lernschwache Schüler unterrichtet werden.


Therapiebad wird saniert

Mit der Sonnenhofschule Auerbach, Schule mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, profitiert eine zweite Förderschule in Trägerschaft des Vogtlandkreises vom Schulinvestitionsplan. In zwei Bauabschnitten soll das Therapiebad der Schule 2019/20 saniert werden.

"Das Therapiebad ist wesentlicher Bestandteil des Konzepts der Schule. Nach mittlerweile 25 Jahren zeigen Wasseraufbereitungsanlage sowie Wand- und Bodenbeläge starke Verschleißerscheinungen", begründet die Kreisverwaltung die Investition.

Allein die Sanierung der Wasseraufbereitung kostet mehr als 333.000 Euro. Hinzu kommen damit zusammenhängende "Anpassungsarbeiten" wie Erneuern von Rohrleitungen, Malerarbeiten sowie die Modernisierung von Einbauten. (how)

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