106-jährige Anna Seidel trifft Stefanie Hertel: "Is des schee"

Zur märchenhaften Weihnacht mit den Hertels war die Bärendorferin zu Gast im König-Albert-Theater Bad Elster. Anna Seidel ist damit sogar ein Jahr älter als das Kulturhaus.

Bad Elster.

Sie ist wohl der älteste Stefanie Hertel-Fan überhaupt: Anna Seidel aus Bärendorf bei Bad Brambach. Die 106-Jährige besuchte am Samstagabend das Adventskonzert mit Stefanie und ihrer Familie in Bad Elster. Das Besondere: Sie war nicht nur die älteste Person im Publikum, sondern die am 9. November 1913 Geborene ist auch noch ein Jahr älter als das König-Albert-Theater. Dieses wurde 1914 eröffnet.

Die rüstige Dame bekam die Gelegenheit, zusammen mit anderen Fans "ihre Stefanie" hinter der Bühne zu treffen. Anna Seidel war außer sich vor Freude. "Is des schee, de Hertel! Ich hätt' nie gedacht, dass ich sie mal treffen werd'! Genauso hätte ich nie gedacht, dass ich mal so alt werden würde", freute sie sich. Wie fit sie im hohen Alter noch ist, erstaunte hinter der Bühne alle Anwesenden. Ihren eigenen Worten nach hält sie sich in ihrer Freizeit mit Kreuzworträtsel und Spaziergängen an der frischen Luft fit. Im Rahmen ihrer Konzertveranstaltungen organisiert Stefanie Hertel immer wieder Möglichkeiten, um ihre Anhängerschaft zu treffen. Dabei komme es hin und wieder vor, dass Menschen hohen Alters dabei sind. Doch so jemand wie Anna Seidel habe man nicht alle Tage dabei.

Gemeinsam mit allen anderen Besuchern im ausverkauften König-Albert-Theater erlebte sie einen Adventsabend, bei dem Stefanie Hertel zusammen mit Vater Eberhard und Ehemann Lanny Lanner eine musikalische Weihnachtsgeschichte vortrugen, die in und um Klingenthal angesiedelt ist. "Der Stern, der uns leuchtet", nennt sich das Märchen, welches Vater und Tochter vorlasen, gespickt mit zahlreichen andächtigen und fröhlichen Weihnachtsliedern.

Die Geschichte ist eine Hommage an Klingenthal. Es geht um zwei befreundete Bergwerksarbeiter, die mehr verbindet, als ihre Freundschaft zueinander. Was das ist, erfahren sie durch besondere und dramatische Umstände nach einer Mettenschicht am Heiligabend in einem der Klingenthaler Bergwerke. Festlich geschmückt wurde dafür die Theaterbühne - zwischen Kerzenschein, Nussknacker und einem großen Lichterbogen erklangen Weihnachtslieder, die sich perfekt in die Geschichte einfügten. Florian Stölzel (Bass/Zither), Thomas Fischer (Keyboard) und Kai Uwe Müller (Schlagzeug) begleiteten den Abend musikalisch. Auch Stefanies Tochter, Johanna Mross trat auf und sang mit ihrer Mutter und Lanny "Drivin' Home For Christmas", eine Coverversion des Chris Rea-Klassikers. Das Lied haben die Drei unter ihren neuen Bandnamen More Than Words kürzlich veröffentlicht.

"Der Stern, der uns leuchtet", wurde am Samstag das zweite Mal im Vogtland aufgeführt. Vor einem Jahr trat Familie Hertel in Oelsnitz damit auf. Die Geschichte ist inspiriert von lebenden Menschen in Klingenthal und weist immer wieder Anspielungen zu örtlichen Gegebenheiten wie dem Topasfelsen Schneckenstein auf.

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