2,6 Millionen Euro fließen in 13 Schulen

Von Tablets bis interaktive Tafeln: Bis Sommer 2020 sollen Schulen im Landkreis von Geld aus dem Bundes-Digitalpakt profitieren. Doch bummelt eine Schule bei der Zuarbeit, müssen das alle ausbaden.

Plauen.

Geht es nach Klaus-Peter Palme, könnte es sofort mit der digitalen Verbesserung losgehen am Plauener Beruflichen Schulzentrum (BSZ) e.o.plauen. Der Schulleiter zeigt sich begeistert, dass der digitale Stein am BSZ nicht nur längst rollt, sondern bald richtig Fahrt aufnehmen soll. Denn von den rund 2,6 Millionen Euro, die aus dem Digitalpakt Schule des Bundes an den Vogtlandkreis fließen, sollen 13 Schulen, deren Träger der Kreis ist, ein Stück abkriegen - so auch das BSZ.

Dafür musste Palme dem Landratsamt zuarbeiten, was seine Schule denn überhaupt an neuer digitaler Ausstattung braucht. So wie die anderen zwölf Gymnasien, Schulzentren und Förderschulen auch. Auch wenn einige ziemlich spät dran sind. "Bis Ende der Sommerferien müssen alle Schulkonzepte vorliegen", erklärte Landrat Rolf Keil (CDU). Denn der Vogtlandkreis peile an, dass bis Sommer 2020 alle Schulen neue Tablets, interaktive Tafeln, Computer-Software, Server oder modernere Handwerks-Maschinen nutzen können. Bummele eine Schule aber mit ihrer Zuarbeit, müssen alle anderen warten, bevor das Amt an die Umsetzung schreiten kann, so Keil. Denn dort werden die 2,6 Millionen Fördergeld quasi auf die 13 Schulen verteilt. Das geht erst, wenn klar ist, wer von ihnen was genau haben möchte.


Im BSZ e.o.plauen steht das schon fest. Per Fragebogen meldeten Lehrer ihren Bedarf an. "Das Wichtigste ist, die Lehrer mitzunehmen", so Palme. Denn was nütze die tollste Technik, wenn Pädagogen sie nicht einsetzen?, fragte er. Außerdem gelte es zu bedenken, welche digitalen Anforderungen die Arbeitswelt nach der Schule stellt. Vor allem brauche das BSZ Tablets, Terminal-Arbeitsplätze für die Vorbereitung der Lehrer, mehr Leitungen fürs Internet und interaktive Tafeln. "Die funktionieren wie große Tablets mit Touch-Display", erklärte der IT-Chef am BSZ, Klaus Schumann. So könne ein Lehrer Dateien vom Handy per Bluetooth an diese Tafel übertragen. Auch eine CNC-Drehmaschine im Bereich Metalltechnik, die Schüler per Tablet programmieren, ist dank der Digital-Offensive keine Zukunftsmusik mehr, hofft Palme.

Was die Lehrer angeht, sagte er: "Manche wollen vorangehen, manche sind da weit weg." Deshalb möchte er die Pädagogen digital fortbilden. Was am BSZ ebenfalls noch fehlt, sind Glasfaserkabel für schnelleres Netz. Die fehlen laut Keil auch an Schulen in Rodewisch, Syrau oder Markneukirchen. Dafür gebe es ein Sonderprogramm, so der Landrat. Er sagte allerdings auch: "2,6 Millionen Euro als Investsumme reichen nicht für alle digitalen Bedarfe der Schulen." Doch es sei ein Start.

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