20 Jahre Maschendrahtzaun

Auerbach rückte durch das Streitobjekt deutschlandweit in den Fokus

Auerbach.

Im Januar 2000 schlug Regina Zindlers "Maschendroahtzauuun" die letzte Stunde: Die seinerzeit berühmteste Grundstücksbegrenzung Deutschlands wurde abgebaut, zerstückelt und auf dem Auerbacher Neumarkt verkauft. 150 Teile wurden für je zehn Mark angeboten - eines erwarb Manfred Deckert. Damals wie heute ist er Präsident des VSC Klingenthal, seit 2008 Oberbürgermeister der Stadt Auerbach, die durch den Hype um den Maschendrahtzaun deutschlandweit in den Fokus rückte.

"Schlechte Werbung ist auch Werbung", meint der heutige OB. "Vorher hat doch niemand Auerbach gekannt. Das war cool, ein Riesenspaß." Sein Stück vom Streitobjekt bekamen Verwandte in Brandenburg: "Auf ihrem Bauernhof hat es bis heute einen Ehrenplatz."

Der Zaun-Kult begann im Oktober 1999 mit dem Auftritt von Regina Zindler und ihrem Nachbarn Gerd Trommer in der Gerichtsshow mit Richterin Barbara Salesch, im November veröffentlichte Stefan Raab den Megahit vom "Maschen-Draht-Zaun". In der Folge pilgerten Tausende zu Partys am besungenen Auerbacher Zaun, Privatsender berichteten, es gab Randale. Der Verkaufserlös der Zaunstücke ging übrigens an Amnesty International. (bap)

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