2019 mit Schnee im Mai und einem Sonnenscheinrekord

Das obere Vogtland war auch 2019 eine Region der Wetterkontraste, wie die Daten der Wetterstation Morgenröthe-Rautenkranz beweisen. Ein Rückblick.

Muldenhammer.

Eine Rekordmarke bei der Sonnenscheindauer, ein kurzer Winter und erneut ein Defizit bei den Niederschlägen, so lässt sich die Bilanz 2019 der seit 20 Jahren bestehenden Wetterstation Morgenröthe-Rautenkranz zusammenfassen.

Eine Spanne von 53,5 Grad lag zwischen der Höchst- und der Tiefsttemperatur im Tal der Zwickauer Mulde. Der heißeste Tag war demnach der 30. Juni mit 34,3 Grad Celsius, am kältesten war es am 20. Januar mit minus 19,2 Grad gewesen. Zum Vergleich: 2016 betrug die Temperaturspanne sogar 56,4 Grad.

Sonnenschein: 2019 war mit 1821 Stunden das Rekordjahr seit dem Bestehen der Wetterstation. Spitzenreiter war bislang 2011 mit 1798 Stunden. Allein der Juni lieferte mit 312 Sonnenstunden einen absoluten Spitzenwert. Den hatte bislang der Mai 2011 mit 281 Stunden inne. Den bisherige Tiefpunkt beim Sonnenschein stellt der Januar 2013 mit gerade einmal 16 Stunden dar. 2019 brachte es der Januar auf 45 Sonnenstunden, ist damit aber trotzdem Schlusslicht unter den 12 Monaten des Jahres.

Der Winter kam erst Anfang Januar, präsentierte sich vor allem zwischen dem 18. und 24. des Monats knackig kalt - und zog sich zeitig wieder zurück. So war es auch schon 2016 gewesen. Bereits Anfang März beendeten die meisten Lifte ihren Betrieb, der März blieb an 14 der 31 Nächte frostfrei! Am 4. Mai meldete sich aber Frau Holle zumindest in den Gipfellagen noch einmal kurzzeitig mit Schneefall zurück.

Die 30-Grad-Marke wurde 2019 in Morgenröthe-Rautenkranz an sieben Tagen geknackt, 2018 war das an elf Tagen der Fall gewesen, 2015 sogar an 15. Heißester Tag 2019 war der 30. Juni mit 34,4 Grad Celsius. Damit wurde die vom 6. August 2015 stammende alte Rekordmarke von 33,9 Grad deutlich überboten.

Ins Morgenmagazin von ARD und ZDF schaffte es Morgenröthe-Rautenkranz unter anderem am 3. September. Null Grad Celsius meldete an jenem Dienstagfrüh die Wetterstation. Das war für ARD-Wetterexperte Donald Bäcker Anlass, die Zuschauer wieder einmal auf den Ortsteil von Muldenhammer zu verweisen. Die Wetterstation im Kurpark Bad Brambach meldete an jenem 3. September 1,9 Grad Celsius, in Bad Elster waren es 3,4 und in Erlbach 5,4 Grad Celsius.

Die bislang kälteste Nacht des 21. Jahrhunderts erlebte Morgen- röthe-Rautenkranz am 3. Februar 2012. An jenem Morgen verkündete Donald Bäcker im ARD-Morgenmagazin minus 28 Grad Celsius. Das war laut Bäcker Rekordmarke für die bewohnten Gebiete in Deutschland. 2018 hatte es vier Tage mit unter minus 20 Grad gegeben, Tiefstwert waren minus 22,3 Grad am 28. Februar. 2019 wurde die Marke von minus 20 Grad nicht ganz erreicht.

Beim Niederschlag blieb die Region 2019 mit 854 Litern je Quadratmeter erneut unter dem langjährigen Mittel, das bei etwa 1030 Litern liegt. Den Tiefstwert der vergangenen Jahre stellt das Jahr 2011 mit 826 Litern dar. Das regenreichste Jahr war 2007 mit 1286 Litern. Den meisten Niederschlag in einem Monat gab es im August 2010 mit 264 Litern, dagegen war der November 2011 mit weniger als einen Liter der bislang trockenste.

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