30.000 Besucher bei Fest in Adorf

Das Festwochenende ist Geschichte - und eine Frau atmet besonders tief durch. Bilanz einer außergewöhnlichen Fete.

Adorf.

Die innere Anspannung hat sich langsam abgebaut und Beate Geipel kann wieder gut schlafen. Seit sich die Stadt am 9. März 2015 um Ausrichtung des 19. Tages der Vogtländer im Zusammenhang mit dem 725-jährigen Jubiläum beworben und schon eine Woche später den Zuschlag bekommen hatte, lief sie auf Hochtouren. Seitens der Stadtverwaltung hatte Beate Geipel den Hut auf für die Vorbereitung und Organisation und damit ein Projekt vor der Brust, das in diesem Ausmaß so noch nicht zu bewältigen war. "Alleine wäre das natürlich nicht zu schaffen gewesen. Im Org-Team waren wir 15 Leute. So nahe wie diesmal waren wir uns aber noch nie, obwohl die Zusammenarbeit schon bei anderen Festen in der Stadt immer gut war. Persönlich kann ich allen nur ein ganz großes Dankeschön sagen."

Mit "wir" meint Beate Geipel die Vereine, Einrichtungen, Schulen und Firmen der Stadt, schließt aber auch die Freiwillige Feuerwehr Adorf und der Ortsteile, das DRK, die Polizei, den Rettungszweckverband und das Landratsamt ein. Von Anfang an brachten sie sich ein mit Vorschlägen, wie was wo stattfinden finden sollte. Und vor allem: womit und wie sich jeder einbringen will: "Es hat schon bei der Vorbereitung wahnsinnig Spaß gemacht, trotz der vielen Arbeit. Zum Beispiel wurden 25.000 Wimpel geschnitten und genäht, damit die fünf Kilometer Strecke beim Festumzug geschmückt werden konnte." Dass und wie gut ohne größere Pannen die Ernte der Durchführung und Absicherung ausfiel, war am Festwochenende zu erleben. "Als wenn wir so etwas schon oft gemacht haben. Es gab keinen Besucher, von dem ich etwas Negatives hörte. Alle, egal ob die Kinder oder Ältere, waren begeistert von dem Programm, das auf drei Bühnen und ringsum geboten wurde. Wir wollten und konnten in erster Linie Künstler aus der Region gewinnen, obwohl wir auch Anfragen von auswärtigen Agenturen hatten. Die Händler waren zufrieden. Das Wetter hat uns zum Glück keinen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich denke, dass wir unterm Strich stolz sein können."

Bei der Vielzahl an Darbietungen, die zu erleben waren, stachen laut Geipel zwei Programmpunkte heraus: "Der Festumzug zum Tag der Vogtländer am Samstag und am Sonntag die Hochseilakrobatik der Geschwister Weisheit. Nach Angaben der Polizei hatten wir am Samstag ungefähr 20.000 Besucher und am Sonntag noch einmal mindestens 10.000. So einen Auflauf gab es in Adorf noch nie. Das lag sicher auch daran, dass wir sehr viel Werbung gemacht hatten."

Die 725-Jahr-Feier kostete der Stadt Adorf 65.000 Euro einschließlich der 16.000 Euro Zuwendung vom Landratsamt des Vogtlandkreises.

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