300 Jahre alt - und noch viele Pläne

Ob Konzerte, Theater, Lesungen oder Film- vorführungen - das Herrenhaus in Tannenbergsthal bietet Platz für vielfältige Aktivitäten.

Tannenbergsthal.

Zum Kino wird der Kurt-Scheffler-Saal des Tannenbergsthaler Herrenhauses am 20. November. "It's Indian Time" heißt es dann. Sylvia und Manfred Schröter wollen die Besucher mitnehmen auf eine rund 4500 Kilo- meter lange Reise durch den Nordwesten Kanadas und Alaska.

Für den 2016 entstanden der Film waren beide vier Wochen unterwegs gewesen. "Teils ließen wir uns treiben, teils folgten wir Tipps Einheimischer - immer gespannt, was uns der nächste Tag wohl bringt", erzählte Manfred Schröder, der mit seiner Frau in Gottesberg wohnt.

Unterlegt ist die Reisereportage mit Titeln von am Yukon groß gewordenen Folkmusikern wie Al Oster und Hank Karr sowie dem Neu-Kanadier Driftwood Holly. Letzterer kam als Holger Haustein aus Oberwiesenthal nach Alaska.

Nach der Opern-Aufführung mit dem Sommerorchester Leipzig zum 300-jährigen Herrenhaus-Jubiläum im September und dem Sagen-Nachmittag mit dem Theaterdorf Zwota am vergangenen Wochenende, der 60 Zuschauer lockte, wird der Filmabend die dritte Veranstaltung im Herrenhaus innerhalb weniger Wochen. Im März 2019 will auch das Akkordeonorchester Klingenthal im Herrenhaus auftreten. Dirigent Richard Wunderlich war nach einer Besichtigung von den Möglichkeiten des Hauses angetan.

Die Veranstaltungen im Herrenhaus sollen auch den Vereinen die Möglichkeit einer Zusammenarbeit geben. Im August 2014 war der Heimatverein Topas erstmals Partner der Ausstellung "Obervogtländischer Bilderbogen" im 2012 eröffneten Ausstellungsraum des Harmonikamuseums Zwota. Gezeigt wurden dabei auch die Preisträgerarbeiten eines Fotowettbewerbs, zu dem der Heimatverein Topas 2010 aufgerufen hatte, und an dem sich zehn Hobbyfotografen mit insgesamt 230 Aufnahmen beteiligten. Die Zusammenarbeit ist seither nicht mehr abgerissen. Mit Karla Dunger und Martina Zeißig gehören auch zwei Tannenbergsthalerinnen zur Truppe vom Theaterdorf Zwota. Wolfgang Zeißig malte speziell für das Sagen-Projekt die Kulisse mit dem Schneckenstein-Motiv.

Ein Wermutstropfen für die Gemeinde Muldenhammer ist die Tatsache, dass das Café im Herrenhaus wieder geschlossen ist. "Wir haben einen neuen Aufruf gestartet, und sind mit derzeit zwei Interessenten im Gespräch. Vielleicht besteht die Möglichkeit, dass eine etablierte Gaststätte das Café als zweites Standbein weiterführt, zumindest an den Wochenenden", sagte dazu Bürgermeister Jürgen Mann (Freie Wähler).

Der Filmabend am 20. November im Herrenhaus mit Sylvia und Manfred Schröter beginnt 19 Uhr. Eintritt 5 Euro.

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