Ab Ostern geht es auf den Mond

Zum Jubiläum 50 Jahre Mondlandung startet ab Karfreitag in der Deutschen Raumfahrtausstellung eine neue Sonderschau. Worauf sich Besucher freuen können.

Muldenhammer.

Als der amerikanische Astronaut Neil Armstrong am 21. Juli 1969 im Rahmen der Apollo 11 Mission als erster Mensch den Mond betrat, sprach er die geschichtsträchtigen Worte: "Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein riesiger Sprung für die Menschheit." An jenem Tag wurde die Mondlandung in die Wohnzimmer auf der Erde live im Fernsehen übertragen.

Der wichtigste Teil dieser historischen Aufnahmen soll ab Karfreitag in der Deutschen Raumfahrtausstellung über den Bildschirm laufen - in einer extra dafür eingerichteten Wohnstube im Stil der 1960er Jahre auf einem Röhrenfernseher. Die Organisatoren vom Verein Deutsche Raumfahrtausstellung haben sich einiges einfallen lassen, das Jubiläum 50 Jahre Mondlandung in Szene zu setzen. Museumsleiterin Romy Mothes und ihr Team greifen dabei wieder auf die beiden Plauener Jörg Herbst und Marco Mädler zurück, die Modelle aus den Bereichen Weltraum und Science-Fiction herstellen. Bereits vor zwei Jahren hatten die beiden eine eigene Sonderschau in Morgenröthe-Rautenkranz. Nun stellen sie wieder drei Modelle zur Verfügung. "Die beiden schaffen es, die tollsten Objekte zu bauen. Wir haben gemerkt, dass sie uns in unseren Ausstellungen sehr unterstützen", sagt Romy Mothes. "Außerdem ist es für Jörg und Marco auch schön, wenn ihre Arbeiten mehr Aufmerksamkeit erfahren."

Christoph Ulrich

Ulrichs Bilanz:Der „Freie Presse“-Wirtschaftsnewsletter von Chef­korrespondent Christoph Ulrich

kostenlos bestellen

Für die Ausstellung wird Katanga Models, so nennen sich die Modellbauer, ein selbst gebautes Mond-Dorf als Exponat bereitstellen. Dabei handelt es sich um die Umsetzung einer Konzeptzeichnung der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). "Das sogenannte Moon-Village ist eine Vision der ESA für die Forschungsarbeit auf dem Mond. Die Vorstellung ist, dass dort die Fähigkeiten verschiedener Weltraumorganisatoren gebündelt werden und Menschen sowie Roboter gemeinsam tätig werden könnten. Wir haben versucht, das optisch so gut wie möglich umzusetzen", erzählt Jörg Herbst. Auch eine 60 Jahre alten Konzeptstudie des Raketeningenieurs Wernher von Braun steuern sie als Modell bei. "Es zeigt, wie er sich noch vor der Mondlandung die Raumfahrt in der Praxis vorgestellt hat", so Herbst. Dazu kommt noch ein Mondlandegefährt, das Russland schon vor der Mondlandung der Amerikaner gebaut hat.

Die Sonderausstellung bietet zudem viele Informationen zum 50-jährigen Jubiläum der Mondlandung. Dazu wird derzeit in den Ausstellungsräumen auf Hochtouren gearbeitet. Eines der größten Modelle steht schon - das von der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa und der europäischen Weltraumorganisation Esa gemeinsam gebaute Orion-Raumschiff, dessen erster bemannter Mondflug für das Jahr 2023 geplant ist.

Die Sonderausstellung ist ein Jahr lang zu sehen. Geöffnet ist die Raumfahrtschau täglich von 10 bis 17 Uhr.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...