Abschied vom Schützenhaus bewegt Oelsnitzer

Der Stadtrat hat den Ankauf der Immobilie beschlossen. Sie soll abgerissen werden. Doch es wurde auch die Frage gestellt, ob sie doch noch erhalten werden könnte.

Oelsnitz.

Hätte das Oelsnitzer Schützenhaus erhalten werden können? Kann es noch erhalten werden? Klaus Schumann, Stadtratsmitglied der Linken, hat diese Frage vor dem einstimmigen Ratsbeschluss über den Kauf des Gebäudes von einer privaten GmbH durch die Stadt Oelsnitz aufgeworfen. "Die Historie zeigt deutlich, dass es damals ein Riesenfehler war, das Ding zu verkaufen", sagte er. "Oelsnitz hätte jetzt ein Veranstaltungshaus und müsste nicht immer die Vogtlandsporthalle nutzen." Schumann fragte zudem: "Muss das Haus wirklich abgerissen werden? Lässt es sich nicht doch noch herrichten?"

Antworten kamen umgehend aus der Runde: "Eine Seite der Decke ist schon eingestürzt", wusste Ulrich Lupart (AfD). Von "erheblichem Sanierungsbedarf" sprach Stadtbaumeisterin Kerstin Zollfrank. "Und es ist ja auch eine Frage der Betreibung." Auch OB Mario Horn (CDU) schüttelte den Kopf. Innen sei alles ausgeschlachtet. "Der Wunsch ist Vater des Gedankens." Er will das Gebäude den Stadträten zeigen, sobald der Kauf über die Bühne ist. 72.000 Euro zahlt die Stadt für das Haus. Für den Abriss will sie Fördermittel beantragen.

Viele Oelsnitzern und Vogtländer schwelgen derweil in Erinnerungen. "Hatte dort 1979 meine Jugendweihe und als Kind waren wir da sonntags immer essen. Roulade, Rotkraut, Klöße für 3,50 DDR-Mark", erinnert sich eine frühere Oelsnitzerin bei Facebook. "Meine Ersten Discoveranstaltungen da gehabt. War schon geil da", schreibt ein anderer Nutzer. "Da stirbt ein ganz großer Teil meiner Jugend unser Fun/Magic war einfach unbeschreibbar schön", meint eine Oelsnitzerin. Auch der Vorschlag einer Abschlussparty taucht auf.

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