"Adams Apfel" mit heißer Spur nach Zwickau

Neuer Roman aus der Feder von Georg-Michael Fleischer

Muldenhammer/Plauen.

Im Limfjord, auf der dänischen Insel Mors, melden deutsche Urlauber das Vermieterehepaar Krister und Edda Hendrikson als vermisst. Die Leiche von Krister wird Wochen später angetrieben, von der Frau fehlt jede Spur.

Mit "Adams Apfel" hat der Plauener Georg-Michael Fleischer ein neues Buch vorgelegt - wie schon die 2014 erschienen "Wendekreise" eine überaus spannende Lektüre.

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Der dänische Kommissar Andreas Bellund und seine Kollegin Monika Hellerup, die den Fall Hendrikson übernehmen, enthüllen im Laufe der Ermittlungen enge Verbindungen zur Neonazi-Szene und Verquickungen mit Medizin- und Umweltskandalen in der sogenannten Dritten Welt, in der die Hendriksons über Jahre für humanitäre Organisationen gearbeitet haben. Beide finden aber keine Anhaltspunkte für Mord. Nur die Befragung der deutschen Urlauber, die das Verschwinden der Hendriksons gemeldet hatten, verspricht Licht in das Dunkel zu bringen. Die Reise zum Zwickauer Arzt-Ehepaar Liebermann bringt für Kommissarin Hellerup eine unerwartete Wende - und für den Leser damit auch die Erklärung, warum das Buch mit einer Episode startet, in der Mitglieder der dänischen SS-Einheit Schalburg Corps ein Ehepaar foltern und erschießen.

Georg-Michael Fleischer ist Professor für Chirurgie und ehemaliger Chefarzt des Plauener Krankenhauses. Seit seiner Pensionierung arbeitet er auf dem Gebiet der Medizin- und Marinegeschichte. Der Roman "Adams Apfel" ist neben zahlreichen historischen Publikationen inzwischen Fleischers fünftes Buch. Der Autor ist ein ebenso genialer und sachkundiger Schreiber. Das hat schon der Roman "Wendekreise" gezeigt, in dem ein Handlungsbogen vom Geschehen auf der Insel Mauritius in den Jahren 1766-69 ins Brandenburg der Nachwendejahre 1991-93 geschlagen wird.

In "Adams Apfel" verarbeitet Georg-Michael Fleischer auch wieder ein Stück DDR-Geschichte, eingebunden in einen historischen Kontext und dem Spiegel internationaler Ereignisse.

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