Adorf kauft Häuser am Museum

Im Nebengebäude soll Platz für dringend nötige Depots und Technikräume sein. Warum auch ein Abriss der Stadt helfen kann.

Adorf.

Adorf baut mit dem Kauf der Nachbarhäuser an der Zukunft seines Perlmutter- und Heimatmuseums. Der Stadtrat hat einstimmig den Erwerb der Freiberger Straße 6 und der Hellgasse 1 zum Gutachtenpreis von 91.000 Euro plus Nebenkosten beschlossen. Bürgermeister Rico Schmidt (SPD): "Das hat sich kurzfristig so gefügt. Es ist eines der wichtigsten Ensembles im denkmalgeschützten Innenstadtbereich".

Vor allem die Freiberger Straße 6 soll ein Dauerproblem lösen: Dem Museum fehlt der Platz für Lager und Depots, der Boden des Freiberger Tors ist nur eine Notlösung - die jetzigen Gegebenheiten lassen Bau- und Brandschutzvorgaben nicht 1:1 umsetzen. Die Stadt plant, die gesamte erste Etage der Freiberger Straße 6 als nicht öffentliche Depot-/Magazinbereiche zu nutzen. Im Erdgeschoss ist ein gemeinsamer Technikraum für dieses Haus, das Museum und das geplante Erlebniszentrum Perlmutter eine Option. Schmidt: "Das Nutzungskonzept ist noch nicht fertig. Wohnraum wird es aber nicht. Dafür sind Auflagen in denkmalgeschützten Häusern zu hoch."

In der Hellgasse 1, ehemals Pulverturm, hat die Stadt derzeit Räume gemietet. Geht es nach der Stadt, fällt nicht nur das weg, sondern ist das ganze Haus ein Fall für den Abrissbagger. Schmidt verwies auf die schlechte Bausubstanz. "Wir müssen auf jeden Fall einen kompletten Rückbau mit diskutieren." Ohne das Haus wäre der Platz frei für den Weg von der am Graben 2 geforderten Fluchttreppe Richtung Rathaus.

Für die Gestaltung des geplanten Erlebniszentrums Perlmutter in der Nachbarschaft des Museums ist laut Schmidt denkbar, dass im Juni der Realisierungswettbewerb startet. Ende 2020 könnte dann der Sieger feststehen. Die Stadt überlegt, ob sie parallel schon mit den Arbeiten an der Freiberger Straße 6 beginnt und das bisherige Lager im Tor beräumt.

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