Adorf mit doppeltem Auftritt in Berlin

Bürgermeister Schmidt hat der Bundesfamilienministerin erzählt, wie die Vogtländer Probleme auf dem Land angehen. Am heutigen Donnerstag ist der zweite Hauptstadt-Termin.

Adorf.

Große Bühne für vogtländischen Bürgermeister: Adorfs Stadtoberhaupt Rico Schmidt (SPD) hat auf Bundesebene davon gesprochen, wie seine Stadt Herausforderungen einer älter werdenden Gesellschaft anpackt. Schmidts Gesprächspartnerin war Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD). Am Ende wurde die vereinbarte Stunde für den Austausch weit überzogen. "Es ist eine große Wertschätzung für uns, so einen den Termin zu bekommen. Frau Giffey hat sehr interessiert zugehört", sagt der 43-Jährige.

Schmidt hatte den Termin mit gut einem Dutzend Teilnehmern maßgeblich angestoßen. Den Rahmen bildete das Projekt Demografiewerkstatt Kommunen (DWK), in dem Adorf seit 2016 arbeitet - und gern über das Jahresende hinaus im Boot bleiben will. Die von Giffeys Ministerium finanzierte DWK soll Ende 2020 auslaufen. Adorf hat im Projekt Themen wie örtliche Vernetzung, Stadtumfrage, Leerstandsinitiative in die Spur gebracht - viel, was langfristig Früchte tragen soll. Als Türöffner hat die DWK zudem eine wichtige Funktion und bahnte der Stadt den Weg zu manchem Fördertopf. "Aber es steht da gar nicht immer das Geld im Vordergrund. Das Netzwerk, das sich mit den anderen Kommunen gebildet hat, ist wertvoll", sieht Schmidt Adorf von Ansätzen andernorts durchaus profitieren. "Das Programm hat eine Sonderstellung, weil wir da viel vor Ort entscheiden können, was zu uns passt und uns nicht von oben aufoktroyiert wird", so Schmidt. Im Laufe des Jahres entscheidet sich, ob und wie es mit der DWK weitergeht.

Schmidts Besuch bei Giffey ist nicht der einzige Adorf-Termin diese Woche in Berlin. Am heutigen Donnerstag hat die Stadt einen Auftritt auf der Grünen Woche. Auf der weltgrößten Ernährungs- und Landwirtschaftsmesse geht es um Praxisbeispiele aus der Regionalentwicklung. Klaus Zeitler, Berater der Stadt Adorf in der DWK, wird dabei vorstellen, welche Ideen im Vogtland entwickelt werden, die auf andere Regionen Deutschlands übertragbar sind.


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