Adorf packt lang geforderten Bau der Ortsdurchfahrt Freiberg an

Der Ausbau eines Teilstücks der Bergener Straße ist ein Schwerpunkt bei den Investitionen 2020. Es gibt noch einen zweiten.

Adorf.

Hartnäckigkeit zahlt sich aus: Immer wieder haben Einwohner des Adorfer Ortsteils Freiberg der Stadt den schlechten Zustand der Bergener Straße vor Augen geführt. Jetzt ist eine Lösung da: Die Ortsdurchfahrt ist nun Teil des Maßnahmenpakets zur Beseitigung der Hochwasserschäden, der große Abschnitt zwischen der Kurve am Denkmal und Einmündung Leubethaer Straße kann gebaut werden. Der Stadtrat hat am Montagabend den Weg freigemacht, dass der Technische Ausschuss am 25. Februar die Straßenbauarbeiten vergeben kann.

Fast die Hälfte der 4,2 Millionen Euro Ausgaben dieses Jahr in Adorf entfallen auf zwei Bereiche, erklärt Bürgermeister Rico Schmidt (SPD). Mit gut einer Million Euro sind es das Beseitigen der Hochwasserschäden, zu denen neben Freiberg unter anderem der Bau Am Kaltenbach in Adorf gehört. Im Haushalt 2020, den Adorfs Räte am Montag beschlossen haben, ist auch das Feuerwehrwesen mit einer siebenstelligen Summe dabei. Darin stecken die neue Drehleiter (740.000 Euro), der Löschteich Rebersreuth (147.000 Euro), 100.000 Euro für weitere Löschwasserversorgung und Restarbeiten am um- und ausgebauten Feuerwehrhaus Adorf.

Der neue Aussichtsturm für Remtengrün - er wird bis März zusammengebaut und im April aufgestellt - steht mit Ausgaben von 242.000 Euro im Plan. Wie bei Hochwasserschadensbeseitigung, der Drehleiter und dem Teich Rebersreuth fließen dafür erhebliche Fördermittel.

Vom Digitalpakt in Sachsen profitieren Grund- und Oberschule, die in Adorf dieses Jahr mit 235.000 Euro besser ausgestattet werden sollen. Im Bereich Kindergarten steckt die Stadt 2020 gut 80.000 Euro in Investitionen im Haus, den Krippengarten sowie die Gestaltung der Außenanlagen der Zwergenvilla.

Im Waldbad stehen 100.000 Euro für die Sanierung im Haushalt. Dabei handelt es sich um eine Übertragung aus dem Jahr 2019, so Schmidt. Bei den Sportstätten taucht der verschobene Ausbau des Sportgeländes Elsterstraße mit 107.850 Euro auf, beim Großprojekt Sanierung Turnvater-Jahn-Halle ist eine erste Ausgabe von 360.000 Euro im Plan. Zudem will die Stadt für 20.000 Euro den Radrundweg Rund um Adorf dieses Jahr umsetzen und dafür zum Großteil schon bestehende Wege nutzen.

Erheblich sind die geplanten Ausgaben in den beiden Fördergebieten Stadtumbau/Aktive Stadt- und Ortsteilzentren: 745.000 Euro. Im Blick hat die Stadt außerdem diverse leerstehende Gebäude: Für sechs ist Abriss, für drei Sanierung geplant, sagt Schmidt. Die Stadt schätzt die Abrisskosten 2020 auf 150.000 Euro.

Von einem Paradox wie 2019 möge Adorf dieses Jahr verschont bleiben, wünscht sich der Bürgermeister. Mitte des Jahres musste die Stadt einen Kassenkredit aufnehmen, da sie einiges vorfinanzierte, für das die Fördermittel noch ausstanden. Ende des Jahres war es umgekehrt: Die Stadt hatte so viel Geld flüssig, dass sie Verwahrentgelt zahlen musste. Um das zu entschärfen, verdoppelt die Stadt ab diesem Jahr die Kassenkreditsumme auf eine Million Euro.


Einen Monat für
nur 1€ testen.
Verlässliche Informationen sind jetzt besonders wichtig. Sichern Sie sich hier den vollen Zugriff auf freiepresse.de und alle FP+ Artikel.

JETZT 1€-TESTMONAT STARTEN 
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.