Adorf versenkt Glascontainer unter die Erde

Die Stadt hat den Kirchplatz hergerichtet - mit der Lösung für eine zuvor schmuddlige Ecke. Die hat sich aus Sicht von Räten und Verwaltung bewährt.

Adorf.

Flaschen entsorgen und schnell weg: Aufenthaltsqualität hatte das untere Ende des Kirchplatzes in Adorf lange nicht gehabt. Der Containerstandort am Zugang zur Treppe Richtung Pflaumenallee war eher schmuddlig. Inzwischen ist er so gestaltet, dass Stadtrat Ernst Süßdorf ihn sogar in den Vordergrund rücken kann, wenn er Fotos vom neu gestalteten innerstädtischen Ensemble macht. Denn die Glascontainer sind in der Erde verschwunden. Nur die Einwurfschlitze sind zu sehen - eine Behälter-Variante, wie sie im Vogtland kaum üblich ist.

Damit ist Adorf in der Region zumindest für den öffentlichen Raum Vorreiter, weiß Bürgermeister Rico Schmidt (SPD). Versenkbare Müllcontainer sind ihm bislang oft nur aus Wohnanlagen bekannt. Der für den Kirchplatz gefundenen Lösung kann er inzwischen viel Gutes abgewinnen. "Es passt optisch sehr gut. Eine sehr saubere, ordentliche Angelegenheit. Wir haben auch keine Probleme mit Scherben", erklärte das Stadtoberhaupt. Genau dies hatte Schmidt befürchtet, wenn eine andere Variante gewählt worden wäre - nämlich die Container mit einem Zaun versehen. Dann wären Flaschen weiter einfach dahinter geworfen worden, vermutet der Rathauschef. Ein Abzug der Container an diesem Standort hatte nicht zur Debatte gestanden - denn die wohnortnahe Entsorgungsmöglichkeit sollte den Menschen in der Innenstadt nicht genommen werden. Dass Adorf mit den unterirdischen Containern Neuland betrat, merkte der Bürgermeister an einem Umstand: Das Kettengehänge, das die Entsorgungsfirma zum Hochziehen der Behälter braucht, war bei dieser laut Schmidt nicht in Betrieb gewesen.


Ernst Süßdorf, der sich Anfang Juli nach 25 Jahren als CDU-Rat verabschiedete, ist sehr froh, dass sich die Ratskollegen seinem Werben für die saubere Lösung anschlossen - mit dem Wissen, dass diese mit 17.000 Euro deutlich teurer als die herkömmliche mit 3000 Euro ist.

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