Albertbad in Bad Elster wird für fünf Millionen Euro runderneuert

Am Montag beginnen in der Badelandschaft umfangreiche Arbeiten. Nach 20 Jahren gibt es neue Technik. Wichtig für Gäste: Soletherme und Sauna sind davon unberührt.

Bad Elster.

Neue Badewassertechnik, neue Sanitäranlagen, neue Glasgänge: Das Albertbad in Bad Elster wird ab Montag für drei Monate zur Großbaustelle - und damit geschlossen. Nach 20 Jahren Dauerbetrieb steht eine Generalsanierung an. Fünf Millionen Euro investiert die Sächsische Staatsbäder GmbH in die beliebte Freizeiteinrichtung, die damit wieder auf den neuesten Stand der Technik gebracht wird.

Der größte Teil der Arbeiten passiert hinter den Kulissen. Genauer gesagt: unter den Becken. Dort befindet sich die gesamte Technik des Schwimmbades: Pumpen, Rohre, Filteranlagen. Viele rote Punkte sind derzeit dort zu sehen. Jede Markierung heißt: Abriss. "Es bleibt hier kein einziges Schräubchen bestehen", sagt Staatsbäder-Geschäftsführer Gernot Ressler. Vieles sei verschlissen, anderes nicht mehr Stand der Technik. "Zuletzt gab es immer wieder kleinere Wasserrohrbrüche", sagt Ressler. "Auch Pumpen sind irgendwann durch." Erneuert wird aber nicht das Alte eins zu eins. Die Verantwortlichen schaffen gleich ein neues System der Badewasserfiltrationstechnik an. "Im neuen System ist viel weniger Wasser im Umlauf", sagt Sven Bohmeier, Technik-Chef der Sächsischen Staatsbäder. Alles wird kleiner, damit effizienter und nachhaltiger. Bohmeier hat die alten Anlagen einst vor 30 Jahren mit aufgebaut. Seit anderthalb Jahren plant er die Erneuerung, damit ein Rädchen ins andere greift. "Gut, dass es jetzt endlich losgeht", sagt er.


Auch an anderer Stelle in seinem Keller-Labyrinth halten neue Zeiten Einzug. Die analogen Schaltanlagen, die Gernot Ressler scherzhaft mit der Schaltzentrale eines Kernkraftwerkes vergleicht, werden durch ein digitales System ersetzt. Wo momentan noch Knöpfe bedient werden müssen, hält Smart-Home-Technik Einzug. Das Bad kann dann viel einfacher gesteuert werden. Zuvor müssen Kilometer an Kabeln neu verlegt werden.

Erneuert werden auch Teile des sichtbaren Bereichs. In der Badehalle wird der gesamte Fliesen-Boden bis auf den Rohbau herausgerissen und neu aufgebaut. Sanitäranlagen und Duschen stehen ebenfalls auf der Bauliste. Unberührt bleiben nur die Becken selbst. Sie wurden bereits 2014 erneuert. Optisch sieht zwar alles noch ordentlich aus. "Aber wenn man Schäden sieht, dann ist es schon zu spät", sagt Ressler. Der Anspruch an Qualität und Hygiene sei hoch, die dreimonatige Schließzeit werde bestmöglich genutzt.

Auf der Vorhabenliste gibt es noch eine dritte Baustelle. Es handelt sich um die Verglasung der Gänge um die Schwimmhalle herum bis zum Hintereingang des Therapiezentrums. "Derzeit heizen wir die Umwelt mit", sagt Ressler. Neue Scheiben werden dies ändern.

Soletherme und Saunawelt bleiben weiterhin normal geöffnet. Besucher erhalten 20 Prozent Rabatt.

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