Aldi begibt sich in Adorf auf den Holz-Weg

Der Discounter an der Elsterstraße ist in dieser Form erstmals errichtet worden. Die Testbauweise weicht von Gewohntem ab.

Adorf.

In Adorf hat der Discounter-Riese Aldi Nord mit dem am Donnerstag eröffneten Markt Elsterstraße 77 Neuland betreten. "In exakt dieser Form haben wir noch keinen Markt gebaut. Insofern ist der Markt ein besonderer. Der Standort bot sich aus unserer Sicht für die Testbauweise an", sagt Axel vom Schemm, Manager External Communications bei Aldi Einkauf in Essen. "Die Marktdecke ist in offener Bauweise gestaltet, sodass die Holzleimbinder - also die Deckenbalken sichtbar sind", teilt er weiter mit.

In der Bauweise weicht der Aldi in Adorf von oft Gewohntem ab. "Die Tragkonstruktion ist in Holzrahmenbauweise erstellt. Die Gebäudewand besteht bei unseren Filialen üblicherweise aus Ziegel oder Stahlbeton, dazwischen ist Dämmmaterial integriert. Beim Neubau in Adorf kam eine Holzrahmenbauweise mit innen liegender Dämmung zur Ausführung, wobei die Innenschale aus Holztafeln und die Außenschale als Putz errichtet wurde", so der Sprecher von Aldi Nord.

Nach vom Schemms Angaben probiert Aldi bei Testmärkten verschiedene Bauweisen aus - Stichworte sind Effizienz, Kosten, Nachhaltigkeit. Der Markt in Adorf mit 800 Quadratmeter Verkaufsfläche ersetzt den in die Jahre gekommenen an gleicher Stelle. Der Neubau ist Teil der Modernisierung des gesamten Filialnetzes von Aldi Nord. Damit sollen alle 2250 Filialen auf neuen Stand gebracht werden - unter anderem mit mehr Platz im Markt, breiteren Gängen und vergrößertem Warenangebot. Pro Aldi-Filiale werden im Durchschnitt etwa 1700 Produkte geführt, zuzüglich die regelmäßig wechselnden Aktionsartikel aus anderen Sortimenten. Teil der Filialstrategie ist ein Energiekonzept. Der Markt in Adorf kommt nach Aldi-Angaben ohne fossile Brennstoffe aus - mit einer Photovoltaikanlage auf dem Marktdach sowie einer Anlage zur Wärmerückgewinnung, die den Bereich des Marktes im Zuge einer sogenannten Betonkernaktivierung kühlen und beheizen kann. Zum neuen Markt gehört ein Parkplatz mit 78 Stellplätzen. Zur Investitionssumme des Aldi-Neubaus machte Aldi keine Angaben, auch nicht zur Frage, wo und wann weitere Märkte in der Region nach dem neuen Filialkonzept umgestaltet werden. Aldi hat im Vogtlandkreis auch Filialen in Oelsnitz, Plauen, Falkenstein, Auerbach, Reichenbach und Mylau.

Zur Eröffnung des neuen Marktes hatte es am Donnerstag großen Kundenzuspruch gegeben. Mit Inbetriebnahme des Neubaus - die Eröffnung hatte sich zweimal verschoben - endete zugleich nach knapp 14 Monaten der temporäre Verkauf im Container an der Oelsnitzer Straße 60z. Der alte Adorfer Aldi war Anfang November 2019 geschlossen und kurz darauf abgerissen worden.

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