Anglercamp in Siebenbrunn: Petri Heil für den Nachwuchs

Aus ganz Sachsen waren Kinder und Jugendliche auf den Gläsernen Bauernhof gekommen - und begeistert.

Siebenbrunn.

Vom Aufbau einer Angel über technische Kenntnisse bis hin zu Charaktereigenschaften der Natur - all das haben 50 Kinder aus Dresden, Leipzig und Chemnitz in den vergangenen Tagen bei einem Kinder- und Jugendanglercamp in Siebenbrunn vermittelt bekommen. Auf dem Gläsernen Bauernhof hatten sie dafür die richtigen Voraussetzungen gefunden.

Denn besonders das Gelände war perfekt dafür geeignet. Wie Bärbel Parossa, ehrenamtliche Jugendreferentin vom organisierenden Anglerverband Südsachsen sagte, konnten sich die Betreuer und die Kinder mit den Angelübungen richtig entfalten. "Wir haben hier genügend Platz gehabt. Wir konnten neben dem Angeln am Teich verschiedene Übungen wie zum Beispiel das Angelauswerfen durchführen und bequem unsere Theoriestunden abhalten. Wichtig dafür war uns die Ruhe und Abgeschiedenheit", so Parossa.

So wurden in den vergangenen Tagen mit den 5- bis 15-jährigen Kindern nicht nur Fische gefangen, sondern auch Wissenswertes über Angelgesetze und Fischkunde vermittelt. Die Kinder konnten ihre gefangenen Fische unter Anleitung der Betreuer selbst ausnehmen, braten, räuchern und kochen. Die Tage in Siebenbrunn sollten den Kindern auch Selbstständigkeit vermitteln. "Wir haben das Camp jetzt zum elften Mal durchgeführt. Viele Kids haben oft in kurzer Zeit Eigenständigkeit an den Tag gelegt, die sie mit nach Hause nehmen. Zuhause packen sie dann oft selbst im Haushalt mit an. Die Eltern fragten uns oft, was wir mit ihren Kindern gemacht haben. Das freut uns besonders", so Bärbel Parossa.

Das Camp musste den hochsommerlichen Temperaturen angepasst und die Kinder vor der Hitze geschützt werden. Demnach stand auch ein Ausflug ins Markneukirchner Freibad auf dem Programm. "Da konnten wir uns alle etwas erfrischen. Wir sind den Bad dafür sehr dankbar, dass wir zu einem reduzierten Eintrittspreis baden und unsere Getränke mit hineinnehmen durften. Das kam uns finanziell sehr entgegen", freut sich die Jugend- referentin.

Das Angelcamp, welches der Verband in Zusammenarbeit mit dem Wurm-Bader Angelverein aus Chemnitz durchführte, fand zum elften Mal statt. Der Gläserne Bauernhof als Veranstaltungsort war jedoch eine Premiere. Laut Parossa wird jedes Jahr ein anderes Gewässer in Sachsen aufgesucht, um unterschiedliche Fische vorzufinden. Siebenbrunn könne künftig wieder auf dem Plan stehen. Denn: "Es ist einfach eine tolle Atmosphäre hier mit all den Tieren und Kräutern im Umfeld. Die Kinder waren hellauf begeistert, einige von ihnen haben noch nie eine Ziege oder Hasen gesehen. Susanne Danz-Jacob vom Bauernhof hat mit uns eine Kräuterwanderung gemacht und wir konnten aus den gesammelten Kräutern eigenen Quark herstellen. Das war für alle ein tolles Erlebnis", so Bärbel Parossa.

Den Tipp, das Anglercamp in Siebenbrunn durchzuführen, kam von Anja Olbrich, Leiterin der Herberge Weitblick, früher Hotel Linden- höhe. Dort waren auch die meisten Kinder untergebracht.

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