Apfelmesse auf dem Riedelhof lockt wieder rund 1200 Gäste

Der 31. Oktober sollte nicht nur als Reformationstag im Kalender dick angestrichen sein, sondern auch wegen der Kernobst- und Kürbisschau auf dem Riedelhof.

Erlbach.

Der Landschaftspflegeverband "Oberes Vogtland" macht seinem Namen alle nicht nur Ehre, wenn es um den Erhalt von Biotopen und die Pflege von Streuobstwiesen geht. Letztere spielten gestern auch eine Rolle: Alles drehte sich auf dem Riedelhof um Äpfel und passend zu Halloween auch um Kürbisse. Ein Rundgang in Stichworten:

K wie Kürbisse: Heike Weidt und ihre Tochter Astrid aus Delitzsch stellten rund 250 in einer Sonderschau vor - Mongogo de Guatemala, Mini-Red Turban, Herkuleskeule, Vegetable Spaghetti, White Swan Acorn, Musquee du Maroc oder oder oder. Wer Nichtessbare als Dekoration mitnahm und Essbare zum Verarbeiten, bekam dafür Rezepte und Tipps für den Anbau im eigenen Garten mit auf den Weg.

E wie Essen: Wer einen Hungerast bekam, war selbst dran Schuld. Apfelkuchen, Apfelstrudel, Äpfel aus biologischem Anbau zum Sofortverzehr oder Käse und Honig zum Mitnehmen gab es in Hülle und Fülle. Auch duftete es nach frischgebrannten Mandeln und machte Appetit auf die Weihnachtszeit.

R wie Regen: Das war gestern ein Fremdwort auf dem Riedelhof..

N wie Neuheiten: Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, sich bei einer Baumschule aus Harra/Thüringen mit Obstgehölzen und Beerensträuchern für den eigenen Garten zu versorgen.

O wie Obstkeller: Den Winter über werden auf dem Riedelhof über 100 Apfelsorten gelagert. In einem speziell hergerichteten Keller herrschen dafür optimale Bedingungen: konstante acht Grad Raumtemperatur und 80 Prozent Luftfeuchtigkeit. Er konnte gestern besichtigt werden.

B wie Bücher: Äpfel sind zum Essen da und damit vergänglich. Bücher halten länger und man lernt etwas aus ihnen. Kathrin Jakob aus Oelsnitz bot interessante literarische Neuerscheinungen an, mit Schwerpunkt Obst, Gemüse, Garten und Heilkunde, aber auch eine Auswahl an Kalendern für 2019.

S wie Spezialisten: Über Arbeit hatten sich die Pomologen nicht zu beklagen. Viele Besucher hatten Äpfel aus dem heimischen Garten mitgebracht, um deren Sorte bestimmen zu lassen.

T wie Thema: Fachvorträge haben einen festen Platz bei der Kernstobst- und Kürbisschau. Holger Weiner widmete sich gestern dem Thema "Streuobst". Seine Ausführungen unter anderem zum Anlegen und zur Pflege einer Streuobstwiesen stießen auf großes Interesse.

S wie Saften: Dicht umlagert waren Tilo Adler, Roderich Wohlgemuth und Johannes Geipel mit ihrer Presse. Vor dem Genuss des frischen Saftes kam allerdings der Schweiß, denn die Presse musste mit der Hand betrieben werden. Wer wollte, der konnte sich außerdem am Stand von Bernd Müller einen Saft oder Obstsalat nach eigenem Geschmack herstellen.

C wie Chaos: Das herrschte gestern nicht trotz des Massenandrangs. Wer keinen Platz beim Riedelhof mehr fand, stellte sein Fahrzeug auf dem Parkplatz am Freilichtmuseum und fuhr mit dem Bürgerbus zum Riedelhof - eine Neuerung.

H wie Herbstmarkt: 08/15-Stände sind auf dem Riedelhof Fehlanzeige. Obst und Gemüse, Korbwaren, Gestecke aus Naturmaterialien und ausgefallene alte Kartoffelsorten machen den Charakter aus.

A wie Ausstellung: 250 Apfelsorten waren in einer Ausstellung zu sehen. Von Adams Parmäne bis Zabergäurenette: Keine gleicht der anderen, jede hat ihren speziellen Geschmack und je nach Sorte ist es möglich, sie nach der Ernte im Herbst bis ins Frühjahr zu lagern.

U wie Unikate: Bei den bisherigen Kernobstschauen wurden 176 im Vogtland gefundene Sorten identifiziert. Gestern kamen eine weitere hinzu: Röthaer Blenheim.

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