Aquapark am Aschberg: Bublava stottert weiter Schulden ab

2002 sollten die erste Gäste in der Vergnügungsanlage begrüßt werden. Aber seit 17 Jahren ist das Areal eine Ruine - und belastet die Grenzgemeinde.

Schwaderbach/Bublava.

Eigentlich hatten sich ab 2002 die Gäste am Aschberg im Wasser des Aquaparks vergnügen sollen. Die Initiatoren hatten dabei vor allem Besucher aus dem Vogtland und Westsachsen im Blick, die damals in Scharen über die Grenze kamen. Woher das Wasser kommen sollte, war allerdings fraglich, die Gemeinde hatte damals noch keinen Anschluss an ein zentrales Trinkwassernetz. Erst im Dezember 2015 legte der Zweckverband Wasser/Abwasser Vogtland die Leitung über die Grenze.

Zu der Zeit war aus dem Traum der Aquapark-Investoren längst ein Albtraum für die Gemeinde Schwaderbach/Bublava geworden. Die Stunden, die Alt-Bürgermeister Igor Jirsík deshalb in Gerichtssälen verbrachte, hat er nicht gezählt. Die Gemeinde belasten noch immer Schulden in Höhe von 13 Millionen Kronen (etwa 500.000 Euro). Für das knapp 400 Einwohner zählende Dorf eine Riesensumme. Dabei sind rund 31 Millionen Kronen bereits abgestottert. Für kommunale Investitionen war deshalb in den vergangenen Jahren kaum Geld da.


Nach der Kommunalwahl vom Herbst 2018 erhielt die Gemeinde nach Informationen der Tageszeitung "Sokolovsky deník" vom Finanzministerium ein zinsloses Darlehen mit einer Laufzeit von 14 Jahren, um die Restschuld begleichen zu können. Die Gemeinde wird in den ersten beiden Jahren 750.000 Kronen pro Jahr zurückzahlen, anschließend 950.000 Kronen.

"In den ersten beiden Jahren ist die Rate niedriger, damit wir zumindest einige Investitionsprojekte starten können", sagte Monika Hradkova, die neue Bürgermeisterin von Schwaderbach/Bublava. Schwerpunkte für sie sind die Erweiterung der zentralen Versorgung mit Trinkwasser und der Abwasserentsorgung sowie die Reparatur der Straßen. Seit einigen Wochen läuft zudem eine Spendenaktion. Das Geld, das dabei einkommt, soll in die Tilgung des Darlehens fließen. Kurz vor dem Pfingstfest waren bereits rund 32.000 Kronen (etwa 1230 Euro) auf dem Konto.

Was aus dem fast 20 Jahre alten Torso des Aquaparks werden soll, kann aber auch die neue Bürgermeisterin noch nicht sagen.

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