Auf der Oelsnitzer Eisbahn flutscht's

Fast schon ist Halbzeit für den Winter-Freizeitspaß im Elstergarten. Wie läuft es und was ist noch geplant?

Oelsnitz.

Rund 4500 Besucher haben seit dem 16. November die Eisbahn im Oelsnitzer Freibad Elstergarten besucht. Das geht aus einer Hochrechnung der Stadtverwaltung hervor. Vor allem in der Zeit zwischen den Jahren bis zum Ferienende wirkte die Bahn wie ein Magnet. Bis zu 350 Besucher tummelten sich an den Tagen auf der Bahn. Zweieinhalb Stunden blieben sie im Durchschnitt, so die Einschätzung aus dem Oelsnitzer Rathaus. Entsprechend happy sind Verantwortliche, haben sie sich doch mit der Miete der Bahn durchaus auf Glatteis begeben. "Es läuft richtig gut. Wir sind sehr zufrieden", sagt Oberbürgermeister Mario Horn (CDU).

Des Lobes voll sind die meisten Besucher. Katja Lamprecht und ihre Familie gehören zu den Stammgästen auf der Eisbahn. "Wir waren schon viermal hier", sagt die gebürtige Adorferin. "Ich find's gut. Es wird super angenommen und es ist hier auch alles bestens organisiert." Vor allem ihre zehnjährige Tochter nutzt den Freizeitspaß, sie sei sicher schon zehnmal auch mit Freundinnen auf der Bahn gewesen." Katja Lamprecht hofft, dass die Bahn für diesen Winter keine Eintagsfliege bleibt. "Es wäre super, wenn es sie nächstes Jahr wieder gibt." Ihr einziger Kritikpunkt: Am vierten Adventswochenende war die Bahn zu, die Familie stand vor verschlossener Tür. Die Kommunikation der Schließtage war offenkundig nicht durchschlagend.

Wie geht jetzt weiter? Von der Idee eines Winterdorfs haben die Verantwortlichen Abstand genommen. Begründung: Zu teuer und zu aufwendig. "Der Bedarf besteht außerdem nicht", sagt Hauptamtsleiter Hannes Schulz. "Die Gäste wollen Eislaufen und Musik hören. Marktstände sind da nicht notwendig." Statt eines Winterdorfs werden für die Winterferien zwei Eisdiscos geplant und eine Aktion mit Maskottchen. "Schöne Fotomotive und etwas für die Jüngsten", sagt Jan Windisch von der Oelsnitzer Kultur GmbH.

Bei den Besuchern ist die Bahn ein Erfolg - und wirtschaftlich? Laut Hannes Schulz stehen zum Stichtag 1. Januar Einnahmen aus Eintritt, Verleih und Sponsoring in Höhe von 57.000 Euro Ausgaben von 84.800 Euro gegenüber. Stromkosten, so Schulz auf Nachfrage, seien da aber noch nicht dabei. Dem Vernehmen nach sei aber dieser Kostenblock ein wesentlicher - und deutlich höher als zunächst geplant.

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