Auf der Spur von Geigen und Bogen

Bruce Babbitt, Autor des Buchs "Markneukirchen Violins and Bows", hat zum Instrumentalwett- bewerb die Stadt besucht.

Markneukirchen.

Markneukirchen ist für Bruce Babbitt von der Geigenbaugesellschaft der USA seit langem ein Thema - dass er jetzt beim Besuch in der Stadt vertiefen konnte. "Als unsere Violin Society 2012 das 40-jährige Bestehen feierte, habe ich mich zu einer Publikation entschlossen, als Ergänzung zu einer Ausstellung, bei der 70 Geigen und über 100 Bogen gezeigt wurden - die meisten davon aus Markneukirchen. Die ersten Instrumente und Bogen kamen vor über 100 Jahren durch Einwanderer nach Amerika. Sie waren preiswert, hatten aber einen sehr guten Klang, wurden deshalb dann zu über 60 Prozent aus Deutschland nach Amerika exportiert." Von der Publikation gab es 600 Exemplare, die nach den Worten Babbitts sofort vergriffen waren. "Ein englischsprachiges Buch speziell zu diesem Thema gab es bis dahin nicht. Deshalb entschloss ich mich, es noch tiefer zu beleuchten.

Zwei Jahre später erschien deshalb "Markneukirchen Violins and Bows": "Es wird bei uns immer wichtiger, weil es zeigt, dass in der Vergangenheit Instrumente und Bogen nicht nur aus Cremona und Frankreich importiert wurden." In seinem Grußwort zur Eröffnung einer Sonderausstellung im Musikinstrumentenmuseum wurde Babbitt noch deutlicher: "Es ist mir eine Ehre, Ihnen die wichtige Bedeutung Ihres Teils der Welt für unseren Teil der Welt mitzuteilen. Dafür stehen Namen wie Heberlein, Knopf, Roth, Nürnberger, Pfretzschner, Dörfel, Knorr und viele andere. Wir betrachten mit Hochachtung die Instrumente aus dem Musikwinkel."


Am Buch hat der Markneukirchner Musikwissenschaftler Enrico Weller großen Anteil. Er begleitete Babbitt, dessen Kollegen William Wisehart und Blue-Grass-Musiker Brandon Godman teils beim Besuch mit Stationen in Bubenreuth, Schönbach/Luby und Markneukirchen. Zum Programm gehörten Gespräche mit den Geigenbauern Ekkard Seidl und Klaus Schlegel sowie Bogenmacher René Pfretzschner.

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