Aus für Antennen-TV sorgt für Verdruss

Nach Abschaltung von Standard DVB-T: Was die Verbraucherzentrale rät

Oelsnitz/Klingenthal.

Wer bislang Fernsehen über Antenne statt Kabel oder Satellit schaute, guckt jetzt in die Röhre: Der bisher mit dem Übertragungsstandard DVB-T betriebene Sendemast Schöneck ist, wie bereits zu Jahresbeginn 2018 angekündigt, abgeschaltet worden. MDR, ZDF oder die Plattform Freenet TV hatten sich aus wirtschaftlichen Gründen entschieden, den Mast nicht auf den neuen Standard DVB-T2 HD umzurüsten. Zum Ärger gerade betagter Vogtländer, die bisher diese Fernsehvariante nutzten - Leser haben sich bei "Freie Presse" gemeldet und ihrem Verdruss Luft gemacht.

"Bei uns ist auch relativ viel angekommen", bestätigt Heike Teubner, die Leiterin der Verbraucherzentrale Auerbach, zahlreiche Gespräche zu dem Thema. Darunter waren auch Vogtländer, die befürchteten, dass bei ihnen der Bildschirm schwarz bleibt - die aber von der Umstellung, die nur den terrestrischen Fernsehempfang betraf, gar nicht betroffen waren. Doch es gibt auch Vogtländer, die nun handeln müssen. Ihnen rät Heike Teubner, nun nichts zu überstürzen. "Machen kann man dagegen nichts. Sie sollten aber Angebote einholen, was sie machen, sich über verschiedene Anbieter informieren." Sofort jetzt eine Satellitenschüssel kaufen und ans Haus schrauben, könne mit bösem Erwachen enden, warnt die Verbraucherschützerin. "Es gibt zum Beispiel Großvermieter, die das Anbringen von Schüsseln nicht erlauben", macht sie aufmerksam - um einen "Schüsselwald" zu verhindern.

"Freie Presse"-Lesern, die die Abschaltung betrifft, wurde Fernsehen per Schüssel oder Internet empfohlen. Fakt ist: Für den Standard DVB-T2 HD benötigen Fernsehzuschauer einen neuen Receiver oder Module, da der neue Standard nicht mit dem abgelösten DVB-T kompatibel ist. Vom MDR hatte es geheißen, dass die Aufgabe des Sendemasts Schöneck unproblematisch sei, da die Umrüstung anderer Masten die Versorgung "weitgehend" sicherstelle.

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