Ausbau der Bahnstrecke: Geteiltes Echo im oberen Vogtland

Überlegungen, die Bahnstrecke zwischen Plauen und Eger auszubauen, werden in der Region genau verfolgt. Was sagen die Anrainer-Kommunen?

8Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    2
    Zeitungss
    16.01.2019

    @Goschi: Setzen 5, würde der Lehrkörper lautstark verkünden, bzw. Inhalt nicht verstanden. Güter, welche SIE benötigen, werden auch durch Gegenden transportiert, wo die Anwohner in ihrer Ruhe gestört werden und keinen Nutzen davon haben, was für den Obervogtländer die normalste Sache der Welt ist. Zur Zeit gibt es keine einzige Güterzugverbindung auf dieser Strecke, dafür ist die Straße belegt, was in Deutschland bekanntlich keinen Menschen stört. Bis weit nach der Wende verkehrten noch planmäßige Güterzuge in Dieseltraktion und teilweise mit 3 Triebfahrzeugen, was dieser Landstrich sogar überlebt hat. Verkehrstrassen dienen nun einmal der Allgemeinheit, was im oberen Vogtland noch nicht angekommen ist, beim Gemeinderat schon gar nicht.
    Was die jetzige Nutzung der Strecke betrifft, mal nachdenken, der Vogtländer fährt gerne Auto und danach richtet die Bahn, gleich welcher Betreiber, ihr Angebot aus, was auch der Herr Gemeinderat wissen sollte.

  • 1
    1
    Goschi
    15.01.2019

    Der Gemeinderat Zuber schrieb hierzu: " Nein, die Trasse dient einzig und allein dem Güterverkehr und hier der Entlastung der Elbe-Trasse. Der Personennahverkehr bleibt bei den Wirtschaftlichkeitsberechnungen außen vor." Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Entlastung der Elbtrasse etwas der Erreichbarkeit der Leute oder eine Aufwertung zu tun hat. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich die Bahn vom unrentablen Bürgerverkehr immer mehr zurückgezogen hat. Die von der Politik so propagierte Meinung vom Autoverkehr ua. auf die Schienen hat doch hier nie stattgefunden. Im Gegenteil, es fallen ganze Zugstrecken weg.
    Es geht doch hier gar nicht um die Versorgung der Region, sondern um eine überregionale Entlastung der Elbtrasse. Benötigte Wirtschaftsgüter in die Region "zu mir" werden damit sicher nicht transportiert. Entlastet wird damit auch nicht der überregionale Verkehr der LKWs, welche aus der Richtung Oelsnitz kommend, nach Tschechien Rollen. Es gibt hier bereits genug überregionalen Verkehr.

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    1
    Zeitungss
    15.01.2019

    @Goschi: Ich hätte Ihnen meine Wortwahl jetzt erklärt, Tauchsieder hat es schon freundlicherweise bestens erledigt.
    Frage, wie kommen denn nun die von Ihnen benötigten Wirtschaftsgüter zu Ihnen?? Diese müssen nicht nur durchs Vogtland rollen, was nicht sein soll, andere Gebiete können es aber schon vertragen, so Ihre Argumentation. Sollten Sie natürlich aus der Luft versorgt werden, wäre das eine Erklärung, der Natur allerdings absolut nicht dienlich. Soll heißen, wenn Bürger anderer Gegenden genau so denken, kommt bei Ihnen nichts an.
    In Oelsnitz wurde letzte Jahr eine vorzüglich restaurierte Postsäule wieder aufgestellt, was mehr als positiv zu bewerten ist. Es sollte allerdings nicht so sein, dass dieser Landstrich nur noch mit der Postkutsche zu erreichen ist. Zum Allgemeinwohl darf jeder etwas beitragen, natürlich auch im oberen Vogtland mit dem Hang zur Steinzeit.

  • 2
    2
    Tauchsieder
    15.01.2019

    Das hält keiner Überprüfung stand "Goschi", vielleicht gibt es keine Ortsfürsten, aber dafür sind in dieser Gegend Landratsfürsten beheimatet. Der ehemalige in Adorf, der Aktuelle in Schöneck.. Was ihre Äußerungen zu Leuten gibt, die sich für die Kultur und die Natur einsetzen, gehören diese Beiden mit Sicherheit nicht dazu. Mit den Untertanen ist es auch so eine Sache. Solange man gehorsam alles umsetzt, was es an angebliche Verheißungen aus dem LRA gibt ohne es zu hinterfragen, dann kommt dies schon einer gewissen Obrigkeitshörigkeit nahe.
    Als Beispiel hier nur der Elstertalradweg erwähnt der sich in dieser Ecke des Vogtlands befindet. Naturzerstörung in einem Naturschutzgebiet, von oben verordnet und von einem ortsansässigen Naturschutzbeauftragten aus Bad Brambach, einem Hr. Gonschorek unterstützt, lassen Zweifel an ihren Äußerungen aufkommen.

  • 1
    3
    Goschi
    15.01.2019

    @Zeitungss
    Trotz der abgeschiedenen Ecke gibt es bei uns weder Ortsfürsten noch Untertanen, aber schon Leute, die Kultur und Natur erhalten wollen und deshalb nicht um jeden Preis rollende Wirtschaftsgüter durchs Vogtland Rollen lassen, wenn sie sich dadurch für das Vogtland weder ein Plus an Wirtschaft noch sonstiger Verbesserung versprechen. Es wird viel Schön geredet und oberflächlich beurteilt. Entscheidend sind aber die Fakten, was es konkret den Städten und der Region bringt.
    Natürlich ist das Plus und Minus genau abzuwägen.

  • 2
    2
    Zeitungss
    15.01.2019

    Wie man sieht, hebt es den Vogtländer nicht wirklich an, was aus dieser abgeschiedenen Ecke wird. Ein paar Ortsfürsten geben die Meinug vor und schon wird beim "Untertan" das Denken zu diesem Thema eingestellt. Wenn das einmal kein Vorteil für die "Vordenker" ist. Es regt sich etwas und der Vogtländer denkt gleich an den 3. Weltkrieg. Dieser Vergleich hinkt zwar etwas, aber eben nur etwas.

  • 1
    3
    Zeitungss
    14.01.2019

    @Goschi und Herr Zuber: Sehr zukunftsorientierte Denkweise muss man beiden Leuten zugestehen. Erinnert mich in der Denkweise etwas an Neumark, Strom ja, aber bitte keine Leitung. In solchen Ämtern fährt man auch nicht Bahn, sondern Auto, der achtspurige Ausbau der B92 wäre eher angebracht. Gleichzeitig ist mit dem Ausbau der Straße sichergestellt, dass KEIN Transitverkehr stattfindet und einen Straßenanschluss hat bekanntlich jeder. Die Bahn ist den Ortsfürsten in dieser Gegend schon immer ein Dorn im Auge, es fehlt der Weitblick, was mit der Tallage der jeweiligen Orte in Zusammenhang stehen könnte. Wenn man in Dresden schon einmal Kohle locker macht um auch diese Gegend ordentlich an das Bahnnetz anzuschließen, stehen die Gegner auf dem Plan. In anderen Gegenden wäre man begeistert, hier sucht man noch immer nach dem Faustkeil.

  • 1
    2
    Goschi
    14.01.2019

    Die Kritik vom Gemeinderat Herrn Zuber kann man nur beipflichten. Wie schon gesagt. Die Bahn hat den Personenverkehr im Oberen Vogtland abgeschrieben und sieht im Hindergrund den überregionalen Güterverkehr. Die Verkehrsanbindungen der kleinen Orte durch öffentliche Verkehrsmittel haben sich über die letzten Jahrzehnte generell verschlechtert. Die Darlegungen, dass die Vogtlandbahn umweltgerecht ist, wage ich zu bezweifeln. Man braucht sich die fahrende Bahn mit den wenigen Fahrgästen nur mal anzusehen. Bei der Umweltfreundlichkeit wurde wohl von vielen Fahrgästen ausgegangen. So werden die wenigen Fahrgäste mit 2 Dieselmotoren mit je 265 kW transportiert...



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