Ausbau von Ortsdurchfahrt führt zu erheblichen Umwegen

Ab 1. Juli ist die Landwüster Straße in Remtengrün dicht. Auch wegen zweier paralleler Vollsperrungen ist das nicht ohne. Es gibt einen Hoffnungsschimmer.

Remtengrün.

Ab dem 1. Juli wird die Ortsdurchfahrt Remtengrün für gut 16 Monate zur Baustelle. Die Landwüster Straße wird auf einer Länge von 854 Metern erneuert. Das geschieht bis Oktober 2021 in zwei Bauabschnitten und soll gut 1,2 Millionen Euro kosten. Im Winter, nach der Fertigstellung des ersten, 433 Metern langen Abschnitts, soll die Ortsdurchfahrt nutzbar sein.

Die Arbeiten unter Vollsperrung bedeuten in Richtung Markneukirchen und weiter nach Klingenthal und Westerzgebirge weitere Wege. Denn von den Querverbindungen der B 92 ist bereits die Kreisstraße nach Leubetha wegen Brückenbau bis Dezember dicht. In Aussicht steht zudem eine Ampelregelung am B 92- Abzweig Schöneck an der Tanzermühle in Oelsnitz. Hier geht es um den Bau der Kreuzung im Zuge des laufenden Ausbaus der Bundesstraße 92 im Bereich der Egerstraße.

Für den überörtlichen Verkehr in Richtung Markneukirchen machen sich so weiträumige Umfahrungen über Schöneck nötig. Indes gibt es einen Hoffnungsschimmer. Denn die aktuell noch gesperrte Querverbindung von der B 92 ab Raunerhammer in Richtung des Markneukirchner Ortsteils Schönlind soll ab 1. Juli wieder befahrbar sein. Gebaut wird derzeit an der Haarbachstraße für den Breitbandausbau.

Bei der Landwüster Straße in Remtengrün handelt sich nach den Worten von Dietmar Rentzsch, Leiter des Amtes für Straßenunterhalt und -instandsetzung in der Kreisverwaltung, um einen "Lückenschluss" zwischen zwei bereits sanierten Abschnitten der Kreisstraße 7846. Nach Informationen des Sprechers der Kreisverwaltung, Uwe Heinl, sind an der Landwüster Straße neben dem Bau der Fahrbahn und der Bankette auch Arbeiten an den Netzen von inetz, des regionalen Betreibers der Erdgasnetze, sowie der Deutschen Telekom erforderlich. Bei den Anlagen des Stromversorgers Mitnetz soll je nach Lage der Leitungen über deren Umverlegung befunden werden, teilte Heinl mit. Für die Entwässerung der Fahrbahn entsteht eine straßeneigener Kanal mit Regenrückhalteeinrichtungen. Die Stadt Adorf wird bei der vom Plauener Ingenieurbüro Bräunel geplanten und überwachten Baumaßnahme das Straßenlicht erneuern.

Die Umleitung für die Kreisstraße wird durch die bauausführende Firma UTR Schönbrunn ausgeschildert. Der Hauptausschuss des Kreistages hatte der regionalen Baufirma als wirtschaftlichstem Bieter am 2. Juni den Zuschlag für die Arbeiten erteilt. Fünf Unternehmen hatten dafür ein Angebot abgegeben. Der Freistaat Sachsen fördert die Arbeiten zu 90 Prozent. (mit us)

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