Ausweichstrecke für Retter soll bleiben

Rettungskräfte brauchen die Strecke via Landwüst und Rohrbach, falls die Bundesstraße einmal dicht ist. Eine Ratsentscheidung hatte deshalb Bedeutung.

Bad Brambach.

Die Gemeinderäte von Bad Brambach verlangen, dass die ehemalige Kreisstraße K 7846 zwischen Landwüst und Rohrbach als Weg für Rettungsfahrzeuge erhalten bleibt. Nur unter dieser Voraussetzung hat der Gemeinderat der Abstufung eines Teilstücks der Verbindung - zu einem beschränkt öffentlicher Weg - zugestimmt. "Das ist der letzte Rettungsweg für Bad Brambach, wenn die B 92 zu ist und der Hubschrauber zum Beispiel wegen Nebel nicht fliegt", zeigte Gemeinderat Otto Fischer (CDU) auf. Mit einem Rettungsweg als Mindestforderung könne man schon zustimmen, fand er. Andreas Zuber (Zukunft für Bad Brambach) sah es anders. "Wir geben ohne Not einen öffentlichen Weg her. Ich bin dagegen." Am Ende gab es sieben Ja-Stimmen, zwei Nein, drei Enthaltungen.

Bisheriger Eigentümer des Abschnitts ist der Vogtlandkreis. Er verkauft das Stück vom Abzweig der Hennebacher Straße in Rohrbach an den Staatsbetrieb Sachsenforst. Der rund 50 Meter lange Abschnitt habe keine Bedeutung für den Verkehr, die forstwirtschaftliche Nutzung überwiege, begründet Dezernent Lars Beck. Erlös für die Kreiskasse: rund 3000 Euro. Der Abschnitt der Kreisstraße wird zum beschränkt-öffentlichen Weg abgestuft, die Nutzung außer für Rettungsfahrzeuge auf Radfahrer und Fußgänger beschränkt. Der Verkauf ist daran gekoppelt, dass die Zufahrt für die Anlieger frei bleibt und die weitere Nutzung der Trasse als Teil des Vogtland-Panorama-Wanderweges gewährleistet bleibt. Die Neuregelung gilt ab 2021. In der Vergangenheit gab es bereits mehrfach Fälle, in denen die B 92 zwischen Abzweig Grünweg und Oberbrambacher Kreuz wegen Unfalls dicht war. Alle andere Straßen nach Bad Brambach führen in dem Fall mit sehr weitem Umweg über tschechisches Gebiet.

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