B 92 ab Montag wieder frei: Arbeiten laufen mit Ampel weiter

130 Kubikmeter Beton sind an der vom Hochwasser unterspülten Bogenbrücke Rebersreuth eingebaut: Ein Kraftakt ist geschafft.

Rebersreuth.

Nach sieben Wochen Vollsperrung zwischen Oelsnitz und Adorf können Autofahrer auf der wichtigsten Straße des oberen Vogtlandes aufatmen: Die B 92 wird bei Rebersreuth am Montagnachmittag freigegeben. Unterspülte Pfeiler und Widerlager der Bogenbrücke sind mit Unterwasserbeton repariert, davor Larssen-Spundbohlen vier Meter tief bis auf den Felsen in die Erde gerammt, um Ausspülungen wie bei den Hochwassern seit Ende Mai künftig zu verhindern.

Seit Anfang Juni haben die Arbeiter der Schönbrunner Firma UTR hier geschuftet, sie hatten mit neuen Niederschlägen und Hochwassern, Höhenunterschieden und einer nur schwer trocken zu bekommenden Baugrube zu kämpfen. Am schwersten in Mitleidenschaft gezogen war der Flussbogen auf der Oelsnitzer Seite, sagt Uwe Müller, Referatsleiter Konstruktiver Ingenieurbau/Bauwerksausführung der Plauener Niederlassung des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv). Er fungiert als Bauleiter vor Ort. Auf der Oelsnitzer Seite war das Widerlager der gut 70 Jahre alten Brücke zwei Meter tief unterspült, Material wurde bis etwa 1,80 Meter unter die Brückensohle abgetragen. Allein in diesem Bereich wurden 90 von insgesamt 130 Kubikmeter Beton an der Brücke eingefüllt. Wegen der ökologischen Durchlässigkeit folgt noch eine Schicht aus 20 Zentimeter Flussschotter. Links und rechts des Flussbogens sind Vorlagebänke betoniert, um dem Wasser keine Angriffsmöglichkeit zu bieten. Bevor die Arbeiten an dem Bogen stattfinden konnten, war der höher gelegene Überflutungsbogen repariert und die Elster durch ihn geleitet worden.

Mit halbseitiger Ampelregelung wird bis voraussichtlich Mitte August weitergebaut. Unter anderem sind die beiden weggerissenen Böschungstreppen zu ersetzen, großformatige Wasserbausteine sollen den Einlauf befestigen und Höhendifferenzen überbrücken, sagt Müller. Er hofft, dass alles wie geplant voran geht. "Wir erleben hier jeden Tag Überraschungen." Für die erfahrenen Leute von UTR wie Straßenbaubehörde war die Brücke eine Herausforderung, schätzt der Plauener Lasuv-Niederlassungsleiter Frank Petzoldt ein. "Wir haben schon einige Brücken an der Elster saniert oder neu gebaut. Aber da konnten wir uns immer darauf einstellen."

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