B 92: Weiter Fragezeichen um Bau-Details

Die Stadt Oelsnitz will noch entscheiden, was mit örtlichen Umfahrungen wird. Unterdessen sorgt der OB für Irritationen.

Oelsnitz.

Die Stadt Oelsnitz will in Ruhe festlegen, was sie konkret unternimmt, um die Belastungen für Anlieger beim ab Frühjahr 2019 bevorstehenden Bau der B 92 im Bereich Egerstraße zu mildern. Stadtbaumeisterin Kerstin Zollfrank hält sich auf Anfrage bedeckt. "Wir sind noch mitten in der Diskussion. Momentan sind wir noch nicht soweit, groß in die Öffentlichkeit zu gehen", sagte die Bauamtsleiterin, angesprochen auf die örtlichen Umfahrungs- und Umleitungs-Ideen durch die Elsterwiesen, über den Unteren Görnitzer Weg sowie Arbeiten, die die Stadt an der Straße nach Raasdorf zu erledigen hätte, um hier den Umleitungsverkehr zu ermöglichen.

Vom Tisch ist bislang nur eine Variante - eine örtliche Umfahrung der Baustelle Egerstraße von der Schönecker Straße zum Wohngebiet Ährenfeld. Der dafür zu benutzende Höhenweg birgt mehrere Probleme - vor allem hat er ein starkes Längsgefälle. Das würde eine Befestigung mit Asphalt und anschließendem Rückbau sowie ein Absichern des Winterdienstes nach sich ziehen. "Darüber hinaus sind in großem Umfang Privatgrundstücke betroffen. Diese Variante muss daher nicht weiterverfolgt werden, da ihre Umsetzung unverhältnismäßig ist", heißt es im Beschluss der Landesdirektion Sachsen, der Baurecht herstellt. Die Idee mit einer einseitigen Zufahrt per Ampel durch die Elsterwiesen ist nach den Worten von Zollfrank noch im Gespräch. Indes: Der Weg ist zwar öffentlich gewidmet, ist aber kein eigenes Wegegrundstück. Das bedeutet, dass hier zusätzlicher Grunderwerb von privaten Eigentümern erforderlich ist.

Unterdessen sorgt OB Mario Horn (CDU) in der Angelegenheit B 92 für Irritationen. In einem "Freie Presse" vorliegenden Brief vom 11. Oktober an einen Anlieger schreibt er: "Das Planverfahren ist noch nicht abgeschlossen. Nach unserer Kenntnis sind die Baupläne noch nicht in Rechtskraft erwachsen". Bei dem Adressaten aus Oelsnitz löste das Schreiben Kopfschütteln aus. Denn die Landesdirektion hatte bereits am 29. August den Planbeschluss, der Baurecht herstellt, erlassen - und zwei Tage danach die Öffentlichkeit informiert. Viele haben den Beschluss längst - und Horn hat nach eigenen Worten am Erörterungstermin zur B 92 am 1. August in Chemnitz teilgenommen. Inzwischen liegen die Pläne, von denen Horn laut seines Briefes nichts weiß, sogar für jedermann im Oelsnitzer Rathaus aus - seit Montag bis 22. Oktober zu den Sprechzeiten des Bauamts, so Zollfrank. Der Beschluss steht als Download im Internet bereit. www.lds.sachsen.de

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