Bad Brambacher morgen zur Bürgermeisterwahl aufgerufen

Jürgen Lenk (CDU) und die Einzelkandidaten Maik Schüller sowie Torsten Schnurre wollen der neue Chef im Kurort werden.

Von Ronny Hager und Nelly Bucholdt

Knapp 1600 Einwohner von Bad Brambach und seinen Ortsteilen können morgen darüber entscheiden, wer ehrenamtlicher Bürgermeister des Kurortes wird. Gesucht wird der Nachfolger des Ende Juli ausgeschiedenen Helmut Wolfram (CDU), der 28 Jahre Chef im Rathaus war. Um das Bürgermeisteramt bewerben sich drei Kandidaten: Die CDU nominiert Gemeinderat Jürgen Lenk (43), der seit Frühjahr auch Parteimitglied ist. Dazu gehen die Einzelkandidaten Maik Schüller (39) und Torsten Schnurre (34) ins Rennen, nachdem sie die erforderliche Anzahl an Unterstützerunterschriften vorlegen konnten.

Die Wahllokale im Rathaus, im Nebengebäude der Sparkasse sowie in Raun sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet; zudem ist Briefwahl möglich. Erhält morgen keiner der Bewerber eine absolute Mehrheit der gültigen Stimmen, gibt es in drei Wochen am 30. September eine zweite Runde. An diesem Tag ist der Bewerber gewählt, der die einfache Mehrheit der gültigen Stimmen auf sich vereinen kann. Das Interesse der Einwohner des Kurortes und seiner Ortsteile Raun, Schönberg, Bärendorf, Hohendorf und Rohrbach ist groß: Beim Bürgermeisterforum der "Freien Presse" am 30. September platzte die Festhalle mit gut 250 Besuchern aus allen Nähten - in sehr sachlicher Atmosphäre wurden Fragen gestellt und Argumente vorgetragen. Zusammenarbeiten muss der neugewählte Bürgermeister mit der Verwaltung sowie dem Gemeinderat, der aktuell aus 14 Mitgliedern besteht - elf Abgeordneten gehören der Fraktion der CDU an, drei vertreten die SPD. Helmut Wolfram, der 1990 als Quereinsteiger in die Kommunalpolitik kam, wurde 1990 vom Rat und danach viermal mit großer Mehrheit von den Bürgern gewählt.

Doch welche Themen sind den Bad Brambachern bei der Bürgermeisterwahl besonders wichtig? Die Erstwählerin Marlene Bucholdt aus Raun wünscht sich vor allem eine bessere Infrastruktur. "Wir brauchen eine bessere Bus- und Zugverbindung. Außerdem wäre ein ansprechendes Jugendkulturprogramm schön", sagt die 18-Jährige. In diesem Punkt stimmt ihr Irmela Mehringer bei. "Wir brauchen wieder irgendwas, dass die Jugend ran zieht." Die 79-Jährige wünscht sich auch, dass wieder mehr Einzelhandel nach Bad Brambach kommt. Dazu kommt ihrer Meinung nach noch der fehlende Arzt. "Ich bin nun ja schon ein wenig älter, da will ich nicht jedes mal nach außerhalb fahren." Bad Brambachs Pfarrer Dieter Zimmer hat einige Erwartungen an den kommenden Bürgermeister. "Ehrlichkeit. In den letzten Wochen wurde einiges versprochen. Meiner Meinung nach auch viel Unrealistisches." Auch von Mut spricht der Pfarrer. "Dieser Job geht schlecht ohne Risiko." Besonders wichtig ist Zimmer auch die Bürgernähe.

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