Bad Elsters Tourist-Information gehört zu den besten im Freistaat

Die Einrichtung des Badeortes ist als einzige im sächsischen Vogtland mit der bekannten i-Marke zertifiziert. Warum die Anlaufstelle trotz Platznot im Kurhaus bleiben soll.

Bad Elster.

Bad Elster ist eine Marke - und nimmt auch auf einem anderen Gebiet eine Vorreiterrolle in der Region ein: Die Touristinformation in der Bäderstadt ist als einzige im sächsischen Vogtland mit der grünen i-Marke des Deutschen Tourismusverbandes zertifiziert. Im Bereich des Tourismusverbandes Vogtland hat nur noch die Einrichtung in Zeulenroda diesen Status. Das Zertifikat hat die Tourist-Info Bad Elster erfolgreich verteidigt, und das mit einem Spitzenwert: Das Gesamturteil lautet sehr gut, die genaue Bewertung lag mit 93 Prozent deutlich über dem Durchschnitt in Sachsen (78 Prozent) und im Bund (82).

Ein solches Resultat freut den Geschäftsführer des Tourismusverbandes Vogtland, Andreas J. Kraus, der gestern das Zertifikat übergab. "Das würden wir uns für andere auch wünschen", meinte er mit Blick auf Touristinformationen in der Region. Andere, wie die Plauener, haben die i-Marke nicht - nicht, weil sie die Kriterien nicht erfüllen, sondern, weil sie sich nicht bewerben, schätzte Kraus ein. Die Kriterien reichen von Infoqualität über Barrierefreiheit bis Toilette in der Nähe. Dass die Tourist-Info jeden Tag eine Stunde Mittagspause hält, sei in Ordnung, sagt der Tourismus-Geschäftsführer. "In der Zeit fährt der Ort runter."

Durch den hohen Kundenstrom sei die Touristinformation quasi ein Haus des Gastes, meint der Marketingdirektor der Chursachsen, Stephan Seitz. "Es kommen alle mögliche Fragen: Von wer die Oper dirigiert bis zu den Gründen für eine Bahn-Verspätung", so Seitz. Die Bündelung der Info-Stellen in Bad Elster im Kurhaus hat sich bewährt. "Wir haben hier Sach- und Fachkompetenz", verweist Chursachsen-Chef Florian Merz auf das Miteinander von Kulturbetrieb und Sächsischen Staatsbädern in der Infozentrale: Die drei sonst auch mit Marketing-Aufgaben betrauten Chursachsen-Mitarbeiter um Mandy Reinhardt werden stets von mindestens einem Mitarbeiter aus dem Pool von sieben Staatsbäder-Leuten verstärkt.

Räumlich stößt die Tourist-Info - seit Dezember 2008 im Nordflügel des Königlichen Kurhauses - an ihre Grenzen, gibt Merz zu. Dennoch erteilt er Erweiterungs- oder Umzugsplänen eine Absage - immer wieder waren Hinweise auf einen Neubau auf der Abrissfläche des Wettiner Hofes (aktuell Skulpturenpark) umhergeschwirrt. Merz begründet das unter anderem mit verändertem Info- und Kartenkauf-Verhalten. "Schon jetzt wird ein Drittel der Karten für das Naturtheater über das Internet verkauft, für das König- Albert-Theater ist es etwas weniger", sagt der Chursachsen-Geschäftsführer. Dennoch: Abstriche an der persönlichen Beratung in der Touristinformation werde es nicht geben, schließlich sei der Tresen die Stelle mit dem unmittelbaren Kundenkontakt, quasi der Seismograph, wie das Publikum gerade tickt. "Am Schluss ist die Touristinformation die entscheidende Truppe - für uns ist das auch die Marktforschungszentrale. Es gibt eine wöchentliche Auswertung, was nicht funktioniert hat", erklärt Merz.

Die i-Marke erhielt Bad Elsters Touristinformation als erste Einrichtung im Vogtland 2009 verliehen. Sie hat sie nun zum dritten Mal verteidigt. Das Zertifikat wird für jeweils drei Jahre erteilt.

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