Baupläne für Bösenbrunns Bürgerhäuser

Vorgesehen sind Anbauten in Schönbrunn und an die Turnhalle Bobenneukirchen sowie Arbeiten in Ottengrün und Bösenbrunn.

Bösenbrunn.

Mit Augenmaß investieren statt weiter so wie schon immer: Bösenbrunns Gemeinderäte und der Bürgermeister zeichnen den Weg, wie es mit den Bürgerhäusern der Kommune weitergehen soll. Ein nun öffentlich diskutiertes Konzept enthält einen Fahrplan für die Jahre bis 2025. Die Bauvorhaben sind teils bereits sehr konkret, zugleich gibt es Unwägbarkeiten in der Fördermittelfrage. "Ich finde es sehr gut, dass man solche Planungen macht. Dann liegt etwas in der Schublade, um reagieren zu können", beschrieb Gemeinderat Thomas Schönweiß (Action Bürger Schönbrunn) den Vorteil, Projekte voranzutreiben.

Die Abgeordneten der Fraktion - neben Schönweiß Marcus Heinecke und Patrick Neumerkel - stellten für das Bürgerhaus Schönbrunn einen Antrag, in dem es um dessen Erweiterung mit einem Anbau geht. Mehr Platz für Veranstaltungsraum, Küche, Sozialräume für die Feuerwehr sind Stichpunkte. Ein Planer ist im Boot. Bösenbrunns Bürgermeister Berthold Valentin (Action gemeinsame Liste Bösenbrunn) sprach von Vorplanung 2022, dann Beschaffung von Fördermitteln und Feinplanung, Bau 2024/25. Heinecke regte an, die Vorplanung bereits auf 2021 vorzuziehen, um bei höherem Fördermittelbedarf der Feuerwehr etwas in der Hand zu haben. Schönweiß besteht darauf, zum Thema einen Ratsbeschluss herbeizuführen.

"Zwei Bauten dieser Größenordnung parallel übersteigen unsere Möglichkeiten", sagte Valentin mit Blick auf den geplanten Anbau eines Bürgerhauses an die Turnhalle Bobenneukirchen. Dafür ist die Vorplanung gestartet, bei Fördermittelfluss soll 2022/23 mit Kosten von etwa 400.000 Euro gebaut werden. "Zwei parallel nicht, sondern verschiedene Fördertöpfe anzapfen", schlug Heinecke vor. Zudem sind in Schönbrunn Arbeiten am Eingang, Malerarbeiten, ein neuer Kühlschrank sowie der Zaunbau Thema.

An der Gutsscheune Ottengrün gibt es den Wunsch nach einem Vier-Platten-Herd. "Zwei sind ein bissel wenig", so die ortsansässige Abgeordnete Andrea Lubowietzki (Action gemeinsame Liste Bösenbrunn). Am Dorf- und Vereinszentrum Bösenbrunn hat Valentin Bedarf an Fußboden- und Malerarbeiten im großen Versammlungsraum festgestellt. "Für Bösenbrunn fehlt mir das Dach", vermisste Gemeinderat Rico Steudel (Abgeordnete der Bürger) ein Kardinalproblem des Gebäudes im Bürgerhauskonzept. "Ich brauche nicht mit dem Fußboden anfangen, wenn da die Suppe runter läuft", verwies er auf Schadstellen und dass er sich als Beschäftigter einer Dachdeckerfirma kaum noch auf dieses Dach traue. "Wir müssen mit fünf Millionen Euro für das gesamte Gebäude rechnen. Der Hinweis ist prinzipiell richtig. Aber wir müssen realistisch sein", so Valentin. Die Abgeordneten aus dem Ort Bösenbrunn sagten zum Thema Dorf- und Vereinszentrum nichts.

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