Bayerische Band findet auch im Vogtland Fans

In der Katharinenkirche in Oelsnitz traten am Samstag die Shootingstars Pam Pam Ida auf. Die junge Musikgruppe sorgte mit ihrer ironischen und tief greifenden Lyrik für Beifallsstürme.

Oelsnitz.

Gleich von Beginn an war spürbar, dass den Besuchern in der Oelsnitzer Katharinenkirche am Samstag ein Abend bevorsteht, an dem jeder etwas für sich mit nach Hause nehmen kann. Nämlich Lieder , die einen nicht loslassen und zum Nachdenken anregen.

Der erste Auftritt von Pam Pam Ida im Vogtland war gleichzeitig der erste in Sachsen. In der Region noch völlig unbekannt, sind die sechs Musiker in ihrer bayrischen Heimat aktuell die Senkrechtstarter schlecht hin und gehen mit ihrer Musik ab durch die Decke.

Ob man jedoch mit der Mischung aus bayrischer Mundart, Indi-Rock, Disco, Pop und Avantgarde im Vogtland genauso Anklang findet, dessen war sich die Band nicht sicher. Laut Sänger Andreas Eckert sei man mit einem etwas unsicheren Gefühl nach Oelsnitz gereist, auch wegen dem Dialekt und der sprachlichen Unterschiede: "Man weiß nie, wie das Publikum auf das reagiert, was es noch nicht kennt".

Den Zugang zum Publikum haben die Musiker jedoch schnell gefunden. Besonders das charismatische Auftreten und der musikalische Mix aus ironischen, gesellschaftskritischen sowie zwischenmenschlichen Texten packten die Besucher. "Ich hoffe immer, dass die Leute nach unseren Konzerten etwas für sich mitnehmen können", meinte der 31-jährige Musiker.

Das Publikum in Oelsnitz war jedenfalls sehr aufgeschlossen. Man hat gespürt, das es offen für eine andere Art von Musik ist", so der Künstler. Die Band legt großen Wert auf ihre bayrische Mundart. Genauso wie die vogtländische Mundart, ist sie ein Kulturgut, welches gepflegt werden muss.

Da der bayrische Dialekt mehr mit volkstümlicher Musik in Verbindung bracht wird, war es anfangs für die Band auch in der bayrischen Musikszene schwer, akzeptiert zu werden. "Anfangs wurden wir etwas belächelt und nicht so ganz ernst genommen. Aber die Leute haben mittlerweile gemerkt, das wir über das Gefühl, welches die Musik transportiert, auch etwas zu sagen haben. Es ist schön, dass das auch über die Grenzen Bayerns hinaus ankommt", so Andreas Eckert.

Das Oelsnitzer Publikum war jedenfalls hellauf begeistert. In den Reihen saßen dabei auch Leute, die extra für das Konzert angereist waren, wie Ulrike Wirsing aus Saalfeld. Sie tanzte mit ihren Freundinnen fast den ganzen Abend zu den Liedern. "Ich habe Pam Pam Ida vergangenes Jahr in Jena erstmals erlebt. Seit dem bin ich hin und weg von deren Musik - sie ist echt und etwas fürs Herz", erzählte sie, und fügte hinzu: "Es ist toll, das es hier einen Veranstalter gibt, der solche Musiker heranholt."

Seit gut zwei Jahren ist Pam Pam Ida aktiv und hat bisher die Alben "Optimist" und "Sauber" veröffentlicht. Aus den beiden Scheiben wurden die besten Lieder gespielt. Songs wie "Kumm her", "Schultertanz" oder "Nix vom Lem" sorgten für ausgelassene Tänze oder für andächtige Stimmung in der Kirche und waren eine klare Hörempfehlung für einschlägige Internetplattformen.

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