Bösenbrunn: Telekom bringt Bürgermeister auf die Palme

Zustand bei laufendem Breitbandausbau als "Katastrophe" bezeichnet

Bösenbrunn/Triebel.

Der Breitbandausbau der Deutschen Telekom in der Gemeinde Bösenbrunn wirft nach den Worten von Bürgermeister Berthold Valentin (Action gemeinsame Liste Bösenbrunn) große Probleme auf. "Es ist eine Katastrophe", stöhnte Valentin in öffentlicher Gemeinderatssitzung. "Die Telekom hat es versäumt, trotz rechtzeitiger Information durch die Gemeinde ihre Arbeiten mit dem derzeit laufenden Straßenbau abzustimmen", kritisierte Valentin.

Nach seinen Worten sind die Aufschachtungen für schnelleres Internet weder mit dem Bau der Drödaer Straße (S 310) koordiniert, noch sei berücksichtigt worden, dass die Bösenbrunner Hauptstraße schon wegen ihrer Umleitungsfunktion keineswegs voll gesperrt werden kann, was die Telekom wollte. Valentin ist nach seinen Worten derzeit mit dem Telekom-Subunternehmer, der Potsdamer Firma MLR, bemüht, eine Lösung zu finden, wie mit Grabungen und Bohrungen ohne Vollsperrung der Ortsdurchfahrt gearbeitet werden kann. Eine Ampel wäre eine denkbare Variante. Gelingt hier keine Einigung, werde es mit dem Ausbau dieses Jahr in Bösenbrunn nix mehr. Genau das hatte die Telekom, die sich sonst nicht auf Zeiten festlegte, immer wieder versprochen. "Es herrscht totale Stille. Niemand ist zu erreichen", beklagt Valentin die fehlende Kommunikation. "Ich kann nur mit dem Kopf schütteln." Vor 14 Tagen hätten die MLR-Mitarbeiter heimgeschickt werden müssen, da nix vorbereitet gewesen sei.

In Engelhardtsgrün und Zettlarsgrün sollen die Arbeiten demnächst anlaufen - um beendet zu sein, bevor die Gemeinde ab dem 14. September die Fahrbahndecke in Zettlarsgrün sanieren lässt. In der Nachbargemeinde Triebel hat laut Bürgermeisterin Ilona Groß (parteilos) der Bau noch nicht begonnen.

"Freie Presse" hat sich zur Kritik aus Bösenbrunn an die Pressestelle der Telekom in Berlin gewandt. Eine Antwort steht bisher noch aus.

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1Kommentare
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  • 1
    0
    jspranger
    15.08.2018

    Ich bekomme immer mehr das Gefühl das die Tekekom Narrenfreiheit genieß in Deutschland. Die verbauen Steuergelder und sind für die Kommunen nicht zu erreichen ... klingt eher wie ein Witz ist aber leider Realität.



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