Brauerei hilft nach Brand im ehemaligen Gemeindeamt

In Gunzen läuft nach dem Brand im Herbst die Rekonstruktion eines der ältesten Häuser. Es ist derzeit die wichtigste Baustelle im Schönecker Ortsteil.

Gunzen.

Sebastian Schneider war der erste Feuerwehrmann, der im Herbst beim Brand des ehemaligen Gunzener Gemeindeamtes am Brandherd war. "Der Raum war so verqualmt, da hat man nicht die Hand vor Augen gesehen. Wir mussten uns regelrecht vortasten", erzählte er. Neben der Freiwilligen Feuerwehr Gunzen waren Kameraden aus Schöneck, Markneukirchen, Schilbach und Arnoldsgrün zur Brand- bekämpfung im Einsatz gewesen.

Auch wenn die vom Feuer betroffenen Räume inzwischen entkernt sind und die Rekonstruktion beginnen kann, der Brandgeruch ist immer noch präsent. Die Stadt Schöneck will das Gebäude sanieren und dann zum Verkauf anbieten. Das hat nach Informationen von Bürgermeisterin Isa Suplie (CDU) der Stadtrat im Dezember in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen.

"Das alte Gebäude hat das, was in den vergangenen Monaten mit ihm passiert ist, gut weggesteckt", zeigte Ralf Seckel, Schönecker Sachgebietsleiter Bau, im Technischen Ausschuss des Stadtrates auf. "Das Haus besitzt noch eine gute Substanz", bestätigte auch Ortsvorsteher Ingo Penzel (Freie Wähler).

Das Gebäude war 1839 als Dorfschule errichtet worden, ehe es zum Amtsgebäude für den Bürgermeister und im Zuge der Eingemeindung nach Schöneck 1994 zu einer Art Dorfhaus wurde. Im ehemaligen Klassenzimmer übergab am Dienstag Thomas Münzer, Produktmanager der Plauener Sternquelle-Brauerei, eine Spende von 800 Euro an den Verein Gunzen 1409, mit der die Sanierung unterstützt wird.


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